10 vor 11 vom 19.08.2013

Sternenwind als galaktischer Geburtshelfer

Privatdozent Dr. habil. Joachim Puls über die enorme Strahlkraft von Riesensternen
Die überwiegende Mehrheit im Kosmos bilden Sterne, die so normal sind wie unsere Sonne. Die Ausnahme bilden die Riesen und Überriesen. Es gibt sie als Blaue Riesen (wie den Stern Rigel im Orion) und als überdimensionale Rote Riesen (wie Beteigeuze im gleichen Sternbild). Riesen mit bis zu 300 Sonnenmassen sind entdeckt worden. Von allen Sternen, von den Riesen aber im besonderen Maße, gehen Sternenwinde aus. Sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 2000km/Sekunde. Da dies die Schallgeschwindigkeit mehrfach übertrifft, entstehen Stoßfronten. Diese Sternenwinde bringen Materie, die in den Sonnen zu schweren Elementen gebrütet wurde, ins Weltall zurück. Ihre Stöße aktivieren Molekülwolken und regen sie an, neue Sterne zu entwickeln.

Privatdozent Dr. habil. Joachim Puls, Universitätssternwarte der LMU München, über die enorme Strahlkraft von Riesensternen.