Vertreibung aus dem eigenen Leben

Uwe-Karsten Heye: "Vom Glück nur ein Schatten"

Nach einem stürmischen, glücklichen Anfang ihrer Ehe wurden die Eheleute Heye 1939 durch den 2. Weltkrieg getrennt. Sie hatten zwei Kinder. Die Frau und die Kinder erhielten später die Nachricht, der Mann sei in Stalingrad umgekommen. Die Nachricht war falsch. Als Wolfang Heye nach 1945 zurück kam, wurde ihm mitgeteilt, seine Frau und die Kinder seien bei der Katastrophe der Wilhelm-Gustloff, das Schiff voller Flüchtlinge sank in der Ostsee in den letzten Tagen des Kriegs, ertrunken. Tatsächlich hatte die Familie statt des Schiffes einen Zug erreicht. 20 Jahre später treffen die Familienmitglieder wieder zusammen. Es kommt zu keinem Neuanfang. Uwe-Karsten Heye, z.Z. Generalkonsul in New York, Staatsekretär und Pressesprecher der Bundesregierung a.D., schrieb in seinem Buch "Vom Glück nur ein Schatten" einen eindrucksstarken Bericht über das Schicksal seiner Eltern, eine SCHEIDUNG, WIE SIE DIE ZEITGESCHICHTE BEWIRKT.