Primetime vom 03.08.2003
Jeder ist an allem schuld
Die Justiz als Bühne, das Theater als Weltgericht
Unrecht pflanzt sich fort. Wie unterbricht man eine solche Kette des Schicksals? Wie beendet man Urschuld, Blutrache und die Tragödien von Sophokles? Die Theater sind es ebenso wie die Justiz-Einrichtungen, die sich mit der Beendigung von unerträglichen Konflikten beschäftigen. Sie haben weniger mit Kunst bzw. Gerechtigkeit zu tun, als mit dem Ende der Schrecken.
Prof. Dr. Joseph Vogl, Bauhaus-Universität Weimar, berichtet von den Gemeinsamkeiten, die Theater und Justiz miteinander aufweisen.