News & Stories vom 18.01.1999

Ich war Hitlers Bodyguard

Manfred Pichota berichtet
Sicherheitsexperten haben oft ihre Verwunderung darüber ausgesprochen, daß Adolf Hitler bei seinen Ausfahrten und Reden nicht erschossen wurde. Die Organisation der Führerbegleitstaffel war, gemessen am heutigen Personenschutz von Staatsoberhäuptern, sehr einfach und mußte oft improvisieren. Der Reichskanzler wechselte rasch seine Entschlüsse. Seine Ziele waren für Attentäter meist im voraus zu erkennen. Besonders gefährdet war Adolf Hitler z.B. bei seinem Blitzbesuch um 5:00 Uhr früh in Paris im Juni 1940. Ein Waffenstillstand war geschlossen, aber die Stadt noch voller bewaffneter Franzosen und britischer Agenten ("bisher unbekanntes Filmmaterial").

Nicht ungefährlich war auch Hitlers Fahrt durch das eroberte Böhmen und der Einmarsch in Wien. Im Krieg dagegen war das Führerhauptquartier hermetisch abgeriegelt. Unbekannt war jedoch bisher, daß ein Friseur den Führer mit einem lebensgefährlichen Kopfgrippebazillus mitten in Wolfsschanze infizierte. Diese Panne konnten sich seine Wächter nicht verzeihen.

Das Mitglied der Führerbegleitstaffel Manfred Pichota, jetzt wohnhaft in der Karibik, berichtet aus der Praxis des Führerpersonenschutzes. Wir schützten, sagt er, "als Panzerwesten aus Fleisch und Blut diesen Originalkörper, der Deutschland repräsentierte". Manfred Pichota schildert auch die spannenden und zum Teil unbekannten Begleitumstände bei Hitlers Ende.

Peter Berling als Manfred Pichota.