News & Stories vom 14.08.2006

Die "Erzählmaschine" Balzac

3.000 Geschichten von Chaos und gesellschaftlichem Erfolg
Ein Nudelhändler in der Französischen Revolution wird Kriegsgewinnler und ein reicher Mann. Das ist die Geschichte von Vater Goriot. Der Mann endet wie König Lear. Die vielen und großen Romane Balzacs handeln von Menschen, "die etwas aus ihrem Leben machen". Das endet in vielen Fällen in Chaos, in einigen anderen in einem unerwartetem gesellschaftlichem Aufstieg. Wie eine "Erzählmaschine" berichtet Balzac in seiner MENSCHLICHEN KOMÖDIE (so heisst die Sammlung seiner Romane, in denen 3.000 Personen agieren) von menschlichen Schicksalen auf dem Hintergrund der stürmischen Epoche, in der er lebte.

Prof. Dr. Ulrike Sprenger, Universität Konstanz, Verfasserin des Proust-ABC, berichtet.