Urknall der Evolution

Die Explosion des Lebens, als das Eis schmolz

Biologie, Paläontologie und Geologie interessieren sich verstärkt für jenes Zeitalter der Erde, das man in der U.S.-Forschung "Snowball Earth" nennt. Die Kontinente gruppierten sich damals hauptsächlich um den Äquator und waren von Gletschern bedeckt. Für einen außerirdischen Besucher hätte die Erde an eine Schneeball erinnert. Während dieser Großen Eiszeit blieben nur wenige Spuren von Leben, vor allem in der Tiefsee, übrig. Die Lebewesen, die unter so schwierigen Lebensbedingungen sich anzupassen verstanden, besaßen eine enorme Reserve an Lebenskraft. Als das Eis schmolz, entwickelte sich explosionsartig in nur 55 Millionen Jahren das globale Leben. Prof. Dr. Bernd-Dietrich Erdtmann, Geobiologe von der Technischen Universität Berlin, berichtet.