Spartakus im Ameisenstaat

Versklavte Arbeiterinnen morden die Brut ihrer Unterdrücker.

Es gibt eine Ameisenart, die fremde Ameisennester überfällt und die soeben aus dem Ei geschlüpften Puppen in das eigene Nest überführt. Dort wachsen sie als Sklavinnen auf und besorgen sämtliche Arbeiten. Sie versorgen vor allem die Brut des Sklavenhalterstaates. In der Evolution aber existieren immer Kräfte und Gegenkräfte. So wurde beobachtet, dass die Arbeiterameisen, die von ihrer Versklavung in frühster Jugend nichts wissen können, dadurch den Aufstand proben, dass sie die ihnen anvertraute Brut des Räuberstamms angreifen und vernichten. So hat das Wachstum der Raubameisen eine Grenze. Prof. Dr. Susanne Foitzik, Evolutionsbiologin an Universität Mainz, berichtet. Spannend und informativ.