10 vor 11 vom 06.02.2012

Gigantische Stürme fegen Galaxien leer

Dr. Eckhard Sturm über neueste Beobachtungen des Herschel-Teleskops

In 1,5 Millionen Kilometer Entfernung zieht das Infrarot-Teleskop Herschel hinter unserem Planeten Erde dahin. Es ist stationär, weil es sich an einem Lagrange-Punkt aufhält, wo die Kräfte von Erde, Mond und Sonne einander gerade aufheben. Es beobachtet gewaltige Schockwellen von Jets, die aus der Mitte fusionierender Galaxien und von explodierenden Sternen ausgehen. Vor allem aber vermag es kühle Objekte zu beobachten, z.B. Planeten, die irdische Temperaturen aufweisen und sich um ferne Sonnen bewegen. Das Gas, das aus den Galaxien herausgeblasen wird, hat Geschwindigkeiten von bis zu 1.000km pro Sekunde. Da, wo gigantische Stürme die Galaxien leerfegen, entstehen keine neuen Sonnen. Dr. Eckhard Sturm über neueste Beobachtungen des Herschel-Teleskops.