10 vor 11 vom 12.02.2007

Die Geschichte vom verkrachten Mann und der Traum-Frau

Oskar Negt über DIE LUSTIGE WITWE
Karl Kraus nannte Lehárs LUSTIGE WITWE eine "Gehirnschande". Das berühmte Stück, geschrieben 1905, besitzt jedoch einen märchenhaften Kern, der den Welterfolg erklärt. Es geht um den Sturz einer ehemals mächtigen Männergesellschaft, wie er 1914-18 in Europa Wirklichkeit wurde. Zugleich geht es um den Aufstieg einer selbstbewussten Frau, der Titelheldin. Der Sozialforscher und Philosoph Oskar Negt berichtet.