Tote Arbeit

Insolvenz der Vulkanwerft Bremen
Nach der Insolvenz der Vulkanwerft Bremen ersteigerten Kader der chinesischen Regierung die Anlagen und ließen durch Bremer Arbeiter nach Tsingtau bringen. Jetzt standen die massiven Anlagen auf fremden Boden, auf dem es früher eine deutsche Kolonie gegeben hatte. Mit seinem Taschenmesser ritze ein chinesischer Ingenieur an den Stahl. Er halte es für möglich, erklärte er, dass das Blut jener deutschen Kollegen, die diese Installation gebaut hätten, aus dem Schnitt herauskomme. Der Chinese behauptete, er könne die vielen Toten, die mit ihrer Lebensarbeit in den Maschinen anwesend seien, wie "in einem Trauerkondukt" vorüberziehen sehen. Die deutschen Arbeiter, die höflich zuhörten, waren ungeduldig. Sie hofften auf einen Bierabend.