News & Stories vom 08.08.2010

Der letzte Zeuge

Ewald-Heinrich von Kleist am 20. Juli 1944 im Zentrum des Geschehens
Ewald-Heinrich von Kleist, Jahrgang 1922, hielt sich als junger Leutnant des Infanterie-Regiments Nr. 9 am Tage des Aufstands gegen Hitler, dem 20. Juli 1944, im Bendler-Block in Berlin auf, und zwar in den Räumen, in denen Graf Stauffenberg unmittelbar die Aktionen leitete. Generaloberst Fromm, der Vorgesetzte Stauffenbergs, wird von den Verschwörern verhaftet. Stunden später kehrt sich die Lage um. Von diesem Geschehen ist Ewald-Heinrich von Kleist der letzte noch lebende Zeuge. Sein Vater, ein entschlossener und charakterstarker Hitler-Gegner, wurde nach dem 20. Juli vom Volksgerichtshof verurteilt und hingerichtet. Er selbst wurde auf abenteuerreiche Weise gerettet. Er begründete 1963 in München die Wehrkundetagung, die heute MÜNCHNER SICHERHEITSKONFERENZ (MSC) heißt und eine der wichtigsten Öffentlichkeiten für alle Fragen, die Krieg und Frieden betreffen, bildet. Begegnung mit Ewald-Heinrich von Kleist.