Delightful Horror - Atrraktion des Bösen

Über die Unschärfe von gut und böse in der modernen Literatur

Das Böse, von dem nicht erzählt werden kann, wird übermächtig. Wird es an den Horizont gerückt, kehrt es im Innern der Menschen verstärkt zurück. In der Literatur gibt es deshalb eine Erzähltradition, die den Unterschied zwischen gut und böse unscharf hält. Zu ihr gehören z.B. Franz Kafka, Curzio Malaparte, Ernst Jünger und Jean Genet, Don DeLillo und Jonathan Littell. Im Film INGLORIOUS BASTARDS hat der Regisseur Quentin Tarrantino diese Erzählweise furios vorgeführt. Prof. Dr. Peter-André Alt, Germanist und Präsident der FU Berlin, hat das Buch geschrieben "Ästhetik des Bösen". Er berichtet.