Oskar Negt

Lebensschiffe brauchen Anker. Einer meiner Anker ist Oskar Negt.

Cover Lebensschiffe brauchen Anker. Einer meiner Anker ist Oskar Negt. Wir haben uns 1972, vor 42 Jahren, erstmals zu gemeinsamer Arbeit zusammengesetzt. Der Titel des ersten Buches, das wir damals schrieben, heißt ÖFFENTLICHKEIT UND ERFAHRUNG. Nach unseren Büchern haben Oskar Negt und ich unsere Zusammenarbeit in Form öffentlicher Gespräche fortgesetzt. Über 40 davon wurde in Kulturmagazinen gesendet. Ein Zentrum unserer Gespräche bildet IMMANUEL KANT. Eine der Schriften Kants, die er mir bei einer solchen Gelegenheit tief eingeprägt hat, heißt: "Über den Gemeinspruch: das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis". Ich kann die Grundhaltung, die Oskar Negt mir in 42 Jahren intensiv vermittelt hat, nicht besser verdeutlichen als durch die Positionierung von Immanuel Kant, die er mir nahegebracht hat. Bei Freundschaften ist es nämlich so, dass der, der etwas schenkt, selbst etwas bekommt. "Freundschaft als ein Begriff dafür, dass man das, was man vom Anderen haben will, gerade dadurch selbst gibt". (Alexander Kluge)

Filme