Das Überleben der Frankfurter Kritischen Theorie

Projekt: Wahrheitspolitik

Die Kritische Theorie, auch Frankfurter Schule genannt, ist die letzte zusammenhängende Theorie im 20. Jahrhundert.


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Die Kritische Theorie, auch Frankfurter Schule genannt, ist die letzte zusammenhängende Theorie im 20. Jahrhundert. Sie setzt sich mit der Massenmobilisierung des Faschismus und dem massiven Zerstörungs-potential des 20. Jahrhunderts auseinander. Wie kommt es, daß Menschen gerade in der Krise ihr eigenes Interesse so wenig wahrnehmen können und sich politisch und emotional gerade denjenigen Kräften anvertrauen, die die Krise für sich ausnutzen? Die Kritische Theorie versteht sich als PROJEKT WAHRHEITSPOLITIK. Alex Demirovic hat in seinem Buch DER NICHT-KONFORMISTISCHE INTELLEKTUELLE / DIE ENTWICKLUNG DER KRITISCHEN THEORIE den langen Marsch der Kritischen Theorie (Max Horkheimer, Th. W. Adorno, W. Benjamin u.v.a.) rekonstruiert. Sie beginnt 1919 unter dem Eindruck des 1. Weltkriegs und der Revolution. Schon 1932 sieht der Brain-Trust der Frankfurter Schule den Machtwechsel in Deutschland voraus und sichert das Institutsvermögen. In Paris und in den U.S.A. ihre Arbeit an neuen Schwerpunkten fort. Berühmte Werke wie DIALEKTIK DER AUFKLÄRUNG, AUTORITÄT UND FAMILIE, MINIMA MORALIA und das PASSAGENWERK zeugen vom Reichtum ihrer Gedanken. Einige der Gelehrten haben hohe Positionen im U.S.-Geheimdienst. Nach 1949 kehrt die KRITISCHE THEORIE nach Frankfurt zurück. Einige ihrer Text gehören 1967 (unter Mißverständnissen) zum Schriftgut der Protestbewegung. Der Philosoph Peter Sloterdijk hat bei der von ihm entfachten Diskussion über "Plato und die Menschen-züchtung" vom Ende der Kritischen Theorie gesprochen. Das Buch von Alex Demirovic dokumentiert die Antwort. Die Kritische Theorie, sagt Demirovic, wird solange leben, wie sie nicht eingelöst ist.

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