Lissa, Skagerak, Tsushima, Midway: Seekrieg paradox

Triumph der Todgeweihten

Im Jahr 1866 brach ein Krieg aus zwischen Preußen, dem k.u.k.-Kaiserreich und Italien. Der Sieg Preußens führte später zu einer dauerhaften Störung des europäischen Gleichgewichts.


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Im Jahr 1866 brach ein Krieg aus zwischen Preußen, dem k.u.k.-Kaiserreich und Italien. Der Sieg Preußens führte später zu einer dauerhaften Störung des europäischen Gleichgewichts. Dieser Krieg wurde zu Lande von den Preußen und zur See von Österreich gewonnen. Die österreichische Flotte, bestehend aus relativ älteren Schiffen, schlug durch todesmutigen Angriff die moderne italienische Flotte in der Adria vernichtend. Die Hauptszene in der Schlacht von Lissa nennt man den „Angriff der Todgeweihten“. Das Flaggschiff des österreichischen Admirals Tegethoff rammte das besser bewaffnete italienische Flaggschiff. Paradoxe Seeschlachten sind die deutsch-englische Konfrontation am Skagerak, der Untergang der russischen Flotte in der Meerenge zwischen Japan und Korea (bei Tsushima), die den Mythos der japanischen Schlachtflotte begründete, die dann später in der paradoxen Zeit von 5 Minuten im Jahr 1942 von der U.S.-Navy bei Midway aufs Haupt geschlagen wurde. Seekrieg paradox heißt, dass fast immer der Ausgang der Kämpfe entgegengesetzt liegt zu den Plänen und Erwartungen, die zuvor bestanden. Der Historiker Prof. Dr. Arne Karsten, Bergische Universität Wuppertal, berichtet. Spannend und informativ.

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