Tango-König Leschtschenko

Von Russland geliebt, von Stalin verboten

Er war der Leiseste der Konterrevolutionäre. Er argumentierte mit seiner Musik: Tango-König Pjotr Konstantinowitsch Leschtschenko. Bei Stalin fiel er rasch in Ungnade.


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Er war der Leiseste der Konterrevolutionäre. Er argumentierte mit seiner Musik: Tango-König Pjotr Konstantinowitsch Leschtschenko. Die Tangos, meist aus dem Jahr 1935, blieben erhalten, weil sie auf ausgediente Röntgenplatten schwarz gepresst wurden - illegal. Die Härte des Materials garantiert für Qualität und Überlebensdauer. Die Tangos klingen anders als spanische und südamerikanische. Der eindringliche Rhythmus begleitet Liebestexte. Die Texte gehen aber auch darauf ein, dass sie in einer Zeit entstehen, in der es heißt: "Ach, wie mörderisch wir lieben". Der Tango-König fiel bei Stalin rasch in Ungnade. Von der Bühne herab verhaftet, starb er 1954 in einem Lager.

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