Inszeniert nach der Konzeption von Christoph Schlingensief

Szenen aus dem Leben der heiligen Johanna

Zwischen 1938 und 1942 schrieb der renommierte Komponist Walter Braunfels seine Oper "Jeanne d'Arc". Erst jetzt erfolgte die Uraufführung nach der Konzeption Schlingensiefs.


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Nach dem Märtyrertod der Heiligen Jeanne d'Arc hieß es, ihr Herz sei nicht verbrannt. Schon im Augenblick ihres Todes wurde dies als Zeichen genommen, dass hier eine Heilige als Hexe verbrannt wurde. Das Leben der Heiligen Johanna ist in vielen Dramen und Opern dargestellt worden. Zwischen 1938 und 1942 schrieb der renommierte Komponist Walter Braunfels, von den Behörden verfolgt und isoliert, seine Oper "Jeanne d'Arc". Es geht um die Stationen ihres Lebens, vom Aufbruch über den Triumph bis zu ihrem Sturz: ein Triptychon in drei Teilen, die aus acht Szenen bestehen. Erst jetzt erfolgte die szenische Uraufführung dieses musikalisch reichen Werkes an der Deutschen Oper Berlin. Konzeption und Regie von Christoph Schlingensief. Er hatte für die Inszenierung Videos in Nepal gedreht. Bei diesen Dreharbeiten bemerkte er die Symptome (Husten), die später als Krebs erkannt wurden. Die Proben der Oper fanden statt während der Chemotherapie. Schlingensief leitete die Inszenierung vom Krankenbett aus. Seine spätere Frau Aino Laberenz und das Regieteam Anne-Sophie Mahler, Sören Schuhmacher und Carl Hegemann führten nach seinen Weisungen die Oper zur Erfolgspremiere.

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