Zwei Schlüsselmetaphern in dem Buch Melancholie und Gesellschaft von Wolf Lepenies

Schiffe im Nebel

Die Geschichte der Industrie, sagt der Soziologe Wolf Lepenies, beginnt optimistisch: Der Ingenieur vermag alles. Wenige Jahrzehnte später verbreitet sich Skepsis.


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Die Geschichte der Industrie, sagt der Soziologe Wolf Lepenies, beginnt optimistisch: Der Ingenieur vermag alles. Wenige Jahrzehnte später verbreitet sich Skepsis. In seinem Buch MELANCHOLIE UND GESELLSCHAFT entwickelt Wolf Lepenies zwei Schlüsselmetaphern. Das Schiff, mit dem Werner von Siemens das Rote Meer bereist, liegt mit entsetzlicher Schlagseite; Werner von Siemens errichtet sogleich eine Art Labor, um den Neigungswinkel während des Schiffsuntergangs zu studieren. Das entspricht der optimistischen Tendenz. Das zweite Beispiel zeigt französische Kriegsschiffe, die in den Nebel des Atlantiks festliegen. Die Schiffsingenieure zweifeln, daß ihnen in dieser Lage die Modernen, scheren Kaliber der Schiffsschütze irgend etwas nützen. Schiffe im Nebel. Ein Gespräch mit Wolf Lepenies, Verfasser des Buches MELANCHOLIE UND GESELLSCHAFT.

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