Cinémathèque Française Paris - 24. April 2013

Alexander Kluge - Odyssée Cinéma

Wie Odysseus nach 20 Jahren Wanderschaft, kehrt Filmemacher Alexander Kluge an die Wurzeln seines Werkes zurück und stellt unter dem Titel "Odyssée Cinéma" Stationen und Themen vor, die sein Leben geprägt haben


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Die Pariser Cinémathèque, legendärer Ausgangspunkt des neuen europäischen Films in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, hat in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Paris Alexander Kluge eingeladen. Wie Odysseus nach zwanzig Jahren Wanderschaft heimkommt, kehrt der Filmemacher an die Wurzeln seines Werkes zurück und stellt unter dem Titel "Odyssée Cinéma" Stationen und Themen vor, die sein Lebenswerk, seine Lebenswelt und sein Denken geprägt haben. Sein Blick gilt der Vergangenheit und erfasst gleichzeitig die Zukunft. Was ist geblieben, was hat sich verändert, was müssen wir tun. Das Deutschland der Nachkriegszeit, die Brüchigkeit des Wirtschaftswunders, der Deutsche Herbst - das waren in den sechziger und siebziger Jahren die Themen, mit denen Kluge neben Rainer Werner Fassbinder, Edgar Reitz, Werner Herzog, Wim Wenders und Volker Schlöndorff zu einem der wichtigsten Vertreter des deutschsprachigen Autorenfilms wurde. Im Rahmenprogramm der Pariser Werkschau stellt Alexander Kluge erstmals in der Gesamtlänge seinen fast zehnstündigen Kompaktfilm "Nachrichten aus der ideologischen Antike" vor. Eine Europa-Premiere. Es ist die Wiederaufnahme, Reflexion und Fortführung eines inzwischen klassischen monumentalen Projekts. Der russische Filmpionier Sergej Eisenstein wollte "Das Kapital" von Karl Marx nach dem Vorbild von James Joyces "Ulysses" in filmische Form gießen. Eisensteins Scheitern ist Kluges Anstoß geworden. Die "Rétrospective – Prospective" wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt. (Programm siehe Internetseite zur Retroperspektive in Paris / französisch: http://paris2013.dctp.tv/index.html) Hier werden experimentelle Mehrfachprojektionen,selten gezeigte Minuten-Filme, die ersten und die jüngsten Filme vorgestellt, Lesungen des Autors Kluge und Reflexionen über die Poetik des Kinos sind weitere Höhepunkte. Alexander Kluge ist zum Auftakt der Filmreihe vom 24. bis zum 29. April 2013 anwesend.

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