Eine Stellwand der Wehrmachtsausstellung

Tarnopol, der Franzlbrief und die Toten

Dr. Schmidt-Neuhaus greift nicht die Wehrmachtsausstellung als Ganze an, bezweifelt nicht die Verbrechen der deutschen Wehrmacht, sondern will zeigen, daß einzelne, konkrete Dokumente falsch zugeordnet sind.


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In der Wanderausstellung VERBRECHEN DER WEHRMACHT 1941-1945 gab es 17 Stellwände, die sich auf den Marsch der 6. Armee bezogen, die später in Stalingrad unterging. Auf einer dieser Stellwände sind Fotos dokumentiert, die Mordopfer in Tarnopol zeigen; damit in Zusammenhang steht auch der sog. Franzl-Brief, in dem sich ein Soldat namens Franzl rühmt, bei einem Massaker anwesend gewesen zu sein. Der Amateurhistoriker Dr. rer. Nat. Schmidt-Neuhaus ist den Fotos dieser einzelnen Stellwand nachgegangen. Er hält sie für falsch dokumentiert. Zusätzlich weist er darauf hin, daß der Franzl-Brief Hörensagen wiedergibt, dem keine Tatsachen entsprechen. Dr. Schmidt-Neuhaus greift nicht die Wehrmachtsausstellung als Ganze an, bezweifelt nicht die Verbrechen der deutschen Wehrmacht, sondern will zeigen, daß einzelne, konkrete Dokumente falsch zugeordnet sind. Seine Thesen haben zur Heftigkeit der Debatte über die Wehrmachtsausstellung beigetragen.

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