Thomas J. Popp über die Geschichte der einzigartigen Filmkamera Arriflex-35mm.

Der Lichtfresser

Die Filmgeschichte ist jung. Sie ist nicht viel älter als 120 Jahre alt. Ihr elementares Gerät ist die Filmkamera.


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Die Filmgeschichte ist jung. Sie ist nicht viel älter als 120 Jahre alt. Ihr elementares Gerät ist die Filmkamera. Zwei Filmpioniere und deren Konstrukteure und Ingenieure (nach ihnen ist die Firma Arnold & Richter benannt), August Arnold und Robert Richter, entwickelten in den 30er Jahren eine Kamera, die in ihrer Robustheit, Beweglichkeit und ihrem technischen Raffinement einzigartig ist: die Arriflex. Mit ihr gelang der Filmgeschichte der Ausbruch aus dem Atelier und die Filmaufnahme in der Wirklichkeit, die vor allem für den Autorenfilm in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bahnbrechend war. Diese Spiegelreflex-Kamera beruht auf einem Mechanismus, bei dem ein 48stel Sekunde das Negativ (und heute der digitale Träger) belichtet wird, während ein 48stel Sekunde, in der Transportphase des Filmstreifens, das Bild für den Kameramann sichtbar macht. Es ist also im Kino und bei der Filmaufnahme stets die Hälfte der Zeit dunkel und die andere Hälfte der Zeit ist es hell. Das erlaubt es dem menschlichen Gehirn, im Kino "zu träumen". Der Kamerakonstrukteur und Consultant der Firma Arnold & Richter, Thomas J. Popp, hat über Jahrzehnte die innovative Arbeit der Arriflex-Kamera begleitet. Die klassische Arriflex-35mm von 1935 wird heute fortgesetzt durch die Alexa-Digitalkamera, die ebenfalls in der Welt eine Alleinstellung besitzt. Der Weg führt von den Erfindern der Filmkamera, den Brüdern Lumière, über die Debrie-Kamera der 20er Jahre bis zur klassischen Arriflex und der heutigen Alexa. Es ist ein Weg der Filmgeschichte in die heutige multimediale Welt. Spannend und informativ.

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