Neueste Filme - dctp.tv http://www.dctp.tv/filme/neu.atom 2016-12-07T13:01:16Z All rights reserved schnee von morgen SPIEGEL TV Magazin vom 04.12.2016 http://www.dctp.tv/filme/spiegel-tv-magazin-vom-04122016/ 2016-12-07T13:01:16Z 2016-12-06T00:00:00Z dctp.tv Die Enthüllungsplattform "Football-Leaks" hat dem SPIEGEL brisantes Material überlassen: Verträge und geheime Papiere offenbaren die Steuertricks von Stars wie Cristiano Ronaldo, Mesut Özil und José Mourinho. SPIEGEL TV über Werbe-Millionen und eine Briefkastenfirma in der Karibik. Eine Dokumentation von Roman Lehberger und David Walden. Moderation: Maria Gresz. Vom Kampf der Liebe in hasserfüllter Welt http://www.dctp.tv/filme/vom-kampf-der-liebe-hasserfullter-welt-newsstories-15112016/ 2016-12-05T14:24:51Z 2016-12-05T00:00:00Z dctp.tv Im Winter 1835 haben in Paris zwei sensationelle Opern Uraufführung: DIE JÜDIN von Jacques Fromental Halévy und I PURITANI von Vincenzo Bellini. Ein Doppelprogramm Im Winter 1835 haben in Paris zwei sensationelle Opern Uraufführung: DIE JÜDIN von Jacques Fromental Halévy und I PURITANI von Vincenzo Bellini. Beide handeln in einer Welt des religiösen Fanatismus: die eine 1414 im Kampf zwischen Christen und Juden, die andere in der Zeit, in der Cromwell den König von England enthaupten ließ (1649). Diese Puritaner haben in England das Parlament und die Armee hinter sich gebracht. Sie haben in den Kirchen die Bilder zertrümmerte und Buntheit, Sinnlichkeit und Lebenslust aus der Gesellschaft verbannt. England im Protest. Ein Brexit auf dem Gebiet der Religion. In Bellinis Meisteroper geht es um ein junges Mädchen voller Lebenshunger. Sie ist die Tochter eines Chefs der Puritaner. In ihrem Kopf hat sie Geschichten von Prinzen, Rittern und den Drei Musketieren. Sie wünscht sich einen königlichen Kavalier. Der steht plötzlich (gegenüber den Puritanern verkleidet) vor ihr. Die Hochzeit wird vorbereitet. Da muss aufgrund einer Intrige dieser Kavalier, genannt Lord Arturo, fliehen. Elvira, das junge Mädchen, verfällt in Wahnsinn. Oberst Riccardo, ein fanatischer Puritaner, ist auf Elvira gierig und eignet sich die junge Frau an. Elvira durchlebt ein Martyrium. Zugleich bleibt sie widerspenstig, hartnäckig ihrer Liebe zu Arturo verfallen, und am Ende siegreich: Der geliebte Mann kehrt zurück. Je verrückter die Puritaner sich aufführen, desto mehr gewinnt Elvira ihren Verstand zurück. Bellini hat wie schon in seiner LA SONNAMBULA (die Schlafwandlerin), eine Traumoper geschaffen. Es ist seine letzte und größte Oper, ehe dieses Genie im Alter von 34 Jahren stirbt. Die Staatsoper Stuttgart hat dieses selten gespielte Werk in ein neues, ganz modernes Gewand gekleidet. Bühnenbild und Kostüme: Anna Viebrock. Regie führen der Intendant Jossi Wieler und sein Chefdramaturg Sergio Morabito. Es geht um einen Kampf. Die großartigen Melodienbögen Bellinis ringen mit der kalten, abweisenden Welt des religiösen Fanatismus. Bei Bellini werden die Puritaner nicht historisch dargestellt, wie in der Vorlage, die auf Sir Walter Scott zurückgeht. Die Inszenierung holt das nach und fügt zur Oper die Zeitgeschichte der Dramatik wirksam hinzu. Den religiösen Fanatikern unserer Jetztzeit, z. B. in Syrien, stehen die „Besessenen“ des 17. Jahrhundert in England in nichts nach. Aus dem Geist dieses Sektierertums kommen aber auch die Pilgerväter, welche die USA mitbegründeten. In weltlicher Form wird der Calvinismus (von dem 2017 unter dem Motto „500 Jahre Reformation“ weltweit die Rede sein wird) in Amerika zu einem Teil des Selbstbewusstseins der westlichen Zivilisation in der Stoßrichtung Freiheit und Wertegemeinschaft. Alles dies wird in der Stuttgarter Inszenierung lebendig ausgebreitet in den großen Chören, den mit den Ensembleauftritten verbundenen Duetten, Terzetten und Quartetten. Niemand hat je Vincenzo Bellinis in solcher Musik übertroffen. Überragender Mittelpunkt ist der Sopran der Ana Durlovski. Die junge Mazedonierin singt, spielt und tanzt die Rolle der Elvira wie sie noch nie zu sehen war: vom Leben leicht verführbar, aber unbestechlich in der Liebe. Das Paar Lord Arturo und Elvira verfügt über die schönsten Liebesduette der Opernliteratur. Ein Doppelprogramm von 90 Minuten. Psychotechnik und Avantgarde http://www.dctp.tv/filme/psychotechnik-und-avantgarde-10vor11-07112016/ 2016-11-29T14:43:35Z 2016-11-29T00:00:00Z dctp.tv Wie bei einer Explosion streben die Tendenzen der Avantgarde unmittelbar nach 1917 in alle Richtungen vorwärts & auseinander. Alles dieses Neue wird nach wenigen Jahren durch die aufkommende Bürokratie erstickt Die russische Revolution bedeutete für die Avantgarde eine Stunde Null. Das Schwarz im legendären Quadrat von Malewitsch war offen für alle Farben. Es durchbricht die Anbetung des Lichts und wendet sich gegen die „Tyrannei der Sonne“. Der Architekt Nicolai Ladovsky gründete ein Laboratorium, in dem die Fähigkeiten des Wohnens, des Sehens, des Bauens und des Zusammenlebens neu auf den Prüfstand gestellt wurden. Der neue revolutionäre Mensch braucht renovierte Sinne. Dem Architektenkollegen Corbusier, der während seines Moskauaufenthalts gastweise sich in Ladovskys Laboratorium testen ließ, wurde mangelndes architektonisches Sehen und eine falsche Auffassungsgabe was Räume betrifft bescheinigt. Ganz anders die Arbeiten des jungen Filmregisseurs Wsewolod Pudowkin, der seinen ersten Film über das Institut des Physiologen Pawlow und dessen Hundeversuche machte. Wiederum ganz anders war der Ansatz von Alexander Bogdanow, des Begründers der Proletkult-Bewegung, die zeitweise mehr Mitglieder aufwies als die bolschewistische Partei. Er propagierte die radikale Zusammenarbeit von Stadt und Land und die „Organisation gesellschaftlicher Erfahrung“. Er vertrat aber auch die „Sozialisierung des Blutes“. Der Gleichheit nähern wir uns erst an, wenn die älteren Menschen massenweise ihr „erfahrenes“, immunologisch gefestigtes Blut mit dem junger Menschen austauschen. Deren Blut wiederum bringt den Alten neue Kraft und Lebensverlängerung. Bei einem Selbstversuch in dieser Richtung starb Alexander Bogdanow aufgrund der Organabstoßung, die den menschlichen Immunkräften eigen ist. Wie bei einer Explosion streben die Tendenzen der Avantgarde unmittelbar nach 1917 in alle Richtungen vorwärts und auseinander. Alles dieses Neue wird nach wenigen Jahren durch die aufkommende Bürokratie erstickt. Die Osteuropaforscherin Dr. Margarete Vöhringer über die revolutionäre Welt unmittelbar nach 1917 in Russland. Drama ist der Anfang aller Opern http://www.dctp.tv/filme/drama-ist-der-anfang-aller-opern-10vor11-31102016/ 2016-11-29T14:44:57Z 2016-11-29T00:00:00Z dctp.tv In Venedig treffen sich Adolf Hitler und Benito Mussolini. Abends hören sie gemeinsam die Ouvertüre zu Verdis DIE MACHT DES SCHICKSALS und den TRAUERMARSCH aus Wagners GÖTTERDÄMMERUNG. In Venedig treffen sich Adolf Hitler und Benito Mussolini. Abends hören sie gemeinsam die Ouvertüre zu Verdis DIE MACHT DES SCHICKSALS und den TRAUERMARSCH aus Wagners GÖTTERDÄMMERUNG. Beide Musiken sprechen von künftigem Unglück und von Katastrophe. Warum lernen die Diktatoren nichts aus diesen musikalischen Lehrstücken? Sie lernen deshalb nichts, sagt der Soziologe Richard Sennett aus New York, weil sie selber „operatic figures“ sind. Sie gehören in ihrer ganzen politisch-dramatischen Haltung zur Welt der Oper und können so nicht aus ihr lernen. Richard Sennett stellt diese Beobachtung in einen weiteren Zusammenhang. Dieser Zusammenhang betrifft sein jüngstes Buch über „Kooperation“. Das Buch enthält eine Kritik der dramatischen Attitüden, die friedliche Lösungen verhindern. Sie führen zu Katastrophen wie sie dem Prinzip Oper zugrunde liegen. Das hat, sagt Richard Sennett, auch mit dem Thema „500 Jahre Reformation“ zu tun. Heinrich der VIII. von England brachte seine sechs Frauen um: als Protestant seiner sexuellen Gier. (Er führte in diesem Zusammenhang die Reformation in England ein.) Wie kann ich, wenn ich Überdruss empfinde an meiner jetzigen Frau, mein Herz verleugnen und diese Frau nicht töten? Diesem Herrscher stellt Richard Sennett zwei höfliche Botschafter vom Kontinent gegenüber, die der Maler Holbein porträtierte. Sie interessieren sich für Kompromiss, kooperative Lösungen und Frieden. Sie verweigern das „Drama“. Richard Sennett ist Soziologe an der New York University und an der London School of Economics sowie im MIT in Boston. Zu seinen Büchern gehören „The Fall Of Public Man“, „Handwerk“ und zuletzt „Zusammenarbeit: Was unsere Gesellschaft zusammenhält“. Nachrichten aus dem Buch des Lebens http://www.dctp.tv/filme/nachrichten-aus-dem-buch-des-lebens-10vor11-24102016/ 2016-11-22T14:36:33Z 2016-11-22T00:00:00Z dctp.tv Ein großer Teil unserer menschlichen DNA besteht aus „eingefangenen Viren“, die dazu da waren uns gegen fremden Virenbefall zu verteidigen, Grundlage der Immunität. Die unmittelbaren Vorfahren der Viren, einfachste Bausteine des Lebens aus RNA, sind fast so alt wie die Erde selbst. Die Geschichte des übrigen Lebens haben die Viren lebhaft begleitet. Karin Mölling, eine der führenden Virologinnen der Welt, erläutert die Existenzweise dieser merkwürdigen Wesen „zwischen lebendig und tot“. Ein großer Teil unserer menschlichen DNA besteht aus „eingefangenen Viren“, die dazu da waren uns gegen fremden Virenbefall zu verteidigen, Grundlage der Immunität. Unsere Viren-Mumien in der DNA sind kampfbereit gegen Viren, die es schon längst nicht mehr gibt. Auf Viren geht auch die früheste Finanzkatastrophe zurück, die sogenannte Tulpenkrise in London. Viren sind es, deren Wirkung in den Knollen der Tulpen die Vielfalt der Farben und überraschenden Variationen hervorbringt. Auf diese Vielfalt wurde im 17. Jahrhundert an den Börsen Hollands und Englands geboten. Die Tulpomanie hatte den ersten großen Börsencrash zur Folge, als das Tulpenfieber sich legte. Begegnung mit Karin Mölling. Wie niemand sonst, weiß sie über Viren zu berichten. In der Höhe wird mir bang http://www.dctp.tv/filme/der-hohe-wird-mir-bang-newsstories-22112016/ 2016-11-22T11:21:05Z 2016-11-22T00:00:00Z dctp.tv In der Frühzeit haben unsere Vorfahren offenbar eine instinktive Angst vor Klippen, vor Abstürzen und Abgründen erworben. Das menschliche Gleichgewicht ist eine sehr alte und höchst komplexe Eigenschaft. Beteiligt sind die Augen, die sich am Horizont orientieren, die Ohren, die das Gleichgewicht automatisch prüfen und auch die Muskeln, die das Verhältnis des Menschen zur Gravitation im Erdinnern registrieren und durch Anspannung und Lockerung beantworten. Gibt es zwischen diesen komplexen Wahrnehmungen, die noch dazu im Hirn koordiniert werden müssen, Störungen, entsteht der sogenannte Schwindel. In der Frühzeit haben unsere Vorfahren offenbar eine instinktive Angst vor Klippen, vor Abstürzen und Abgründen erworben. Der Blick in die Tiefe führt bei allen Menschen zu einer Reaktion und bei einigen zu einer Phobie, die dem Willen nicht unterliegt. Prof. Dr. med. Thomas Brandt ist Chef des einzigen Instituts in der Welt, das Schwindelforschung betreibt und das zum Klinikum in Harlaching gehört. Er berichtet über das Schwindelgefühl des Gelben Kaisers, den Film VERTIGO und die Vielfalt menschlicher Reaktionen, die bei Schwindelgefühl eintreten und in einigen Fällen schwere Krankheit auslösen. His Master's voice (mit Helge Schneider) http://www.dctp.tv/filme/his-masters-voice-mit-helge-schneider-10vor11-17102016/ 2016-11-21T11:24:16Z 2016-11-21T00:00:00Z dctp.tv Helge Schneider mit Gitarre und am Mini-Moog und mit anderen Instrumenten. Als Dompteur, als Opernsänger im Stummfilm und als Revolutionär von 1917 in St. Petersburg. Mit vielen Geschichten und Liedern... Helge Schneider mit Gitarre und am Mini-Moog und mit anderen Instrumenten. Als Dompteur, als Opernsänger im Stummfilm und als Revolutionär von 1917 in St. Petersburg. Mit vielen Geschichten und Liedern: über eine merkwürdige Flucht über die jugoslawisch-österreichische Grenze und „Regeln für das Weinen“, damit die Welt nicht trostlos ist. Eine Late-Night Show mit Helge Schneider Die Wurzeln von Musik und Emotion http://www.dctp.tv/filme/die-wurzeln-von-musik-und-emotion-10vor11-10102016/ 2016-11-17T10:20:29Z 2016-11-17T00:00:00Z dctp.tv Es gibt verblüffend starke Gemeinsamkeiten in der Reaktion über Kontinente und Verschiedenheit der Kulturen hinweg. Erst auf die gemeinsamen emotionalen Wurzeln setzen sich die Besonderheiten bei der Rezeption. Einer Gruppe von Pygmäen im Kongo und einer Gruppe von Kanadiern wurde jeweils eigene Musik und Musik der anderen Seite vorgeführt. Es gibt, sagen die Ethnologen und Musikwissenschaftler an der TU Berlin, welche die Untersuchung durchführten, verblüffend starke Gemeinsamkeiten in der Reaktion über Kontinente und Verschiedenheit der Kulturen hinweg. Erst auf diese gemeinsamen emotionalen Wurzeln setzen sich die Besonderheiten bei der Rezeption der Musik. Allerdings fühlen sich die Jäger im Kongo, für die die Musik böse Geister vertreibt und glückbringende herbeiholt, durch melancholische Westmusik nicht angezogen. Sie nutzen Musik nicht zur Trauer. Denn nur fröhliche Musik vertreibt böse Geister. Der Musikwissenschaftler, Dr. Hauke Egermann, Mitglied der Forschungsgruppe an der TU Berlin, berichtet. Ein Stern auf Durchreise http://www.dctp.tv/filme/ein-stern-auf-durchreise-10vor11-05092016/ 2016-11-17T09:55:13Z 2016-11-17T00:00:00Z dctp.tv Pulsierende Sterne sind Himmelskörper, die viele Milliarden Jahre alt sind. Am Ende ihres Lebens dehnen sie sich in kurzer Frist periodisch gewaltig aus und kontrahieren anschließend. Pulsierende Sterne sind Himmelskörper, die viele Milliarden Jahre alt sind. Am Ende ihres Lebens dehnen sie sich in kurzer Frist periodisch gewaltig aus und kontrahieren anschließend. Diese pulsierende Bewegung macht sie zu idealen Standardkerzen im Universum. Dr. Andrea Kunder, Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam, hat die rasante Irrfahrt eines dieser Pulsare im Zickzack durch die Milchstraße für den Zeitraum einer Milliarde Jahre nachgemessen. Der Himmelskörper bewegt sich knapp unterhalb der Geschwindigkeit, die ihn aus der Milchstraße heraus katapultieren würde: ein Schnellläufer auf Durchreise. Hat das Gehirn einen eigenen Kopf? http://www.dctp.tv/filme/hat-das-gehirn-einen-eigenen-kopf-10vor11-26092016/ 2016-11-15T10:58:17Z 2016-11-15T00:00:00Z dctp.tv In der Evolution entwickeln sich die Gehirne vor allem bei Lebewesen, die auf das Jagen angewiesen sind. Dieses einzigartige Organ, mit seinen Milliarden Zellverbänden, besitzt eine verblüffende "Plastizität". In der Evolution entwickeln sich die Gehirne vor allem bei Lebewesen, die auf das Jagen angewiesen sind. Dieses einzigartige Organ, mit seinen Milliarden Zellverbänden, besitzt eine verblüffende "Plastizität", d.h. Anpassungsfähigkeit an Unvorhergesehenes. Es ist aber unwahrscheinlich, sagt die Biophysik, dass das Gehirn sich bei seiner konkreten Arbeit selbst wahrnimmt. Das, was wir das "Selbstbewusstsein" oder das "Gefühl" nennen, hat seinen Sitz fast überall im Körper: in der Haut, der Leber, den Ohren, den Augen, den Muskeln, aber nicht notwendig im Kopf selbst, obwohl wir uns das so vorstellen. Vermutlich liegt das Bewusstsein im Zwischenraum, also in der Kooperation aller evolutionär entstandenen Teile von uns Menschen (und mit ihnen verwandten Tieren). Die Gehirnforscher untersuchen sowohl das Zusammenspiel riesiger Neuronenmassen wie auch das Funktionieren einzelner Neuronen. Wann fühlen sich Hirne (falls sie "fühlen") glücklich? Was macht sie konfus und macht sie "leiden"? Die Gehirne arbeiten elektrisch und chemisch. Gute Chemie mögen sie. Noch mehr aber erfreut sie eine aktive und permanente Herausforderung von außen. Bei Sinnentzug und Leerlauf der Sinne, quasi "arbeitslos", verhalten sich die Neuronen als wären sie "unglücklich": Obwohl die Biophysiker bezweifeln, dass sie sich in Gefühlen äußern, so wie wir es tun. Das Hirn hat keinen eigenen Kopf. Das, was wir Kopf nennen, ist eine Kombination und Vorstellung, die wir uns machen. Wir Menschen sind, sagt die Biophysik, vielköpfige Lebewesen. Heute Nacht oder nie http://www.dctp.tv/filme/heute-nacht-oder-nie-10vor11-19092016/ 2016-11-11T10:41:45Z 2016-11-11T00:00:00Z dctp.tv Mischa Spoliansky, ein junger Komponist aus Russland, bezauberte in den 30er Jahren Berlin und bald darauf Europa mit seinen Melodien. Aus seinen Songs stellte Kai Tietje eine Revue zusammen. Mischa Spoliansky, ein junger Komponist aus Russland, bezauberte in den 30er Jahren Berlin und bald darauf Europa mit seinen Melodien. Aus seinen Songs stellte Kai Tietje eine Revue zusammen. Es singen und spielen die drei Schweizer Geschwister Pfister: Als Bonze, als Hure und als Lesbe. Sie entwickeln aus der Folge der Lieder eine plausible und musikalisch mitreißende Handlung. Tasten, Kleben, Kneten http://www.dctp.tv/filme/tasten-kleben-kneten-10vor11-12092016/ 2016-11-09T15:36:24Z 2016-11-09T00:00:00Z dctp.tv In den Worten steckt Sinnlichkeit. Die Wissenschaft der Semiotik, die die Regeln verfolgt, in der die Worte funktionieren, entdeckt in unserer Sprache die gesamte Vorgeschichte der menschlichen Natur. Zu den ältesten Sinnen in der Evolution gehört der Tastsinn. Aber auch auf jede andere sinnliche Kraft in uns gründet sich ein Ausdrucksvermögen. In den Worten steckt Sinnlichkeit. Die Wissenschaft der Semiotik, die die Regeln verfolgt, in der die Worte funktionieren, entdeckt in unserer Sprache die gesamte Vorgeschichte der menschlichen Natur. Dabei verhält sich die Sinnlichkeit der Worte vorwiegend konservativ. Im Einzelnen aber ist sie neuerungssüchtig. Konservativ ist sie insofern als es 100 Jahre und mehr dauert bis sich eine neue Erfahrung in Worten festmacht. So weiß heute keiner mehr, dass in dem modernen Wort „hecheln“, die Erfahrung aus der Verarbeitung von Flachs steckt, die kaum einer mehr kennt. Prof. Dr. Dagmar Schmauks, Technische Universität Berlin, über die Sinnlichkeit der Worte. Stalins Ingenieure http://www.dctp.tv/filme/stalins-ingenieure-newsstories-08112016/ 2016-11-09T10:59:08Z 2016-11-09T00:00:00Z dctp.tv Unter dem Zaren trugen russische Ingenieure Uniform. Sie arbeiteten am Aufbau der jungen Industrie Russlands und am Bau der sibirischen Eisenbahn. Unter dem Zaren trugen russische Ingenieure Uniform. Sie arbeiteten am Aufbau der jungen Industrie Russlands und am Bau der sibirischen Eisenbahn. Sie waren aber als „Söldner der industriellen Armee“ von ihren Dienstherren abhängig und ihrer Gesinnung nach konservativ. Für die Revolution nach 1917 war dieser traditionelle Stand der Ingenieure unentbehrlich. Ende der 20. Jahre aber im Verlauf des ersten Fünfjahresplanes der Sowjetunion wurden sie zum Ziel einer politischen Kampagne. In großen Schauprozessen wurden Ingenieure zu hohen Strafen und einige zum Tode verurteilt. Der Terror sollte diese für die Industrialisierung wesentliche Unterklasse antreiben. Die Prozesse machten sie zugleich zum Sündenbock für die Fehler der überstürzten Industrialisierung. In die durch den Terror freiwerdende Positionen rückten junge, bereits in der Revolutionszeit ausgebildete Fachkräfte neu ein: dies sind die eigentlichen Ingineure Stalins. Sie werden in den Schauprozessen von 1936 und 1937 ebenfalls dezimiert. Ihr Idol und führender Repräsentant, der Volkskommissar Ordschonokidze, beging Selbstmord. Ohne den verbleibenden Rumpf an Stalins Ingenieuren ist aber weder der Flugzeugbau noch die Schwerindustrie, weder das spätere Weltallprogramm noch der Sieg Russlands im Zweiten Weltkrieg zu erklären. Die Lebensläufe weiblicher und männlicher Ingenieure geben ein spannendes Spiegelbild der wechselhaften Geschichte der Sowjetunion und der Revolution von 1917, die im Jahr 2017 auf ihr 100jähriges Jubiläum zurückblicken wird. Die Osteuropaforscherin Prof. Dr. Susanne Schattenberg, Universität Bremen, berichtet. Das Anthropozän http://www.dctp.tv/filme/das-anthropozaen-newsstories-25102016/ 2016-11-08T13:22:03Z 2016-11-07T00:00:00Z dctp.tv Bisher nannte man das Erdzeitalter, in dem wir leben und in dem die Menschheit sich entwickelte, das Quartär. Im Gegensatz zum Zeitalter der Dinosaurier oder zu noch früheren Epochen. Bisher nannte man das Erdzeitalter, in dem wir leben und in dem die Menschheit sich entwickelte, das Quartär. Im Gegensatz zum Zeitalter der Dinosaurier oder zu noch früheren Epochen. Inzwischen lässt sich auf der Erde eine neuartige Sedimentschicht feststellen, bestehend aus den Resten von Plastik, Metallen und anderen Produkten von Industrie und menschlicher Geschichte. Die Internationale Stratigrafische Kommission, die für die Einteilung der Erdzeitalter zuständig ist, prüft deshalb, unsere Gegenwart und Zukunft als ein neues Zeitalter zu benennen: Das Anthropozän, nämlich die Zeit, die eine von Menschen geprägte Erdoberfläche besitzt. Die Plastik-Sedimente in den Meeren und die Müllbelastungen der Landoberflächen haben ein für die Geologen deutlich sichtbares Zeichen gesetzt. Prof. Dr. Leinfelder, Begründer des Hauses der Zukunft in Berlin und Universitätslehrer über die Kennzeichen, Ursachen und Folgen des Anthropozän. Philosophie der sinnlichen Kraft http://www.dctp.tv/filme/philosophie-der-sinnlichen-kraft-newsstories-18102016/ 2016-11-07T14:49:24Z 2016-11-07T00:00:00Z dctp.tv Zur Frankfurter Kritischen Theorie zählen Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Walter Benjamin und Jürgen Habermas. Von dieser Theorie gibt es inzwischen eine dritte Generation. Zur Frankfurter Kritischen Theorie zählen Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Walter Benjamin und Jürgen Habermas. Von dieser Theorie gibt es inzwischen eine dritte Generation. Ein wichtiger Vertreter dieser neuen Generation ist Christoph Menke. Sein Lehrstuhl heißt: praktische Philosophie. Er befasst sich in gleicher Weise mit den Kräften im Menschen, die sich auf die Wahrnehmung und das Ausdrucksvermögen beziehen (Theorie der Ästhetik) wie auf die Kräfte, die sich auf Recht, Gleichheit und Befreiung richten (politische und praktische Philosophie). Der Prozess der Freiheit, sagt Christoph Menke, wohnt der menschlichen Evolution inne. Er stützt sich auf einen Freiheitsdurst der Sinne selbst, also nicht bloß auf den Eigenwillen und dessen Zähmung. Sinneskräfte sind dabei nicht bloß Sehen, Hören, Tasten, Schmecken, Riechen, also die fünf Sinne, sondern auch die gesellschaftlichen Sinne, deren Zahl nicht messbar ist. Alle diese Kräfte wetteifern in ihrer Tendenz zur Freiheit miteinander. Die Ausdrucksvermögen der Kunst (das „Können“) und die Unruhe der sinnlichen Kraft sind hierbei die Motoren im Prozess der Freiheit. Christoph Menke spricht in seinen Publikationen von der „Souveränität der Kunst“ und von einer „politischen Philosophie nach Th. W. Adorno und Jacques Derrida“. Eine wohltuend praktische Richtung moderner Theorie. Begegnung mit Christoph Menke, zurzeit Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Immer radikal, niemals konsequent http://www.dctp.tv/filme/immer-radikal-niemals-konsequent-newsstories-20161110/ 2016-11-07T13:37:13Z 2016-11-07T00:00:00Z dctp.tv Niemals beugt sich Walter Benjamin einem Schema, einer Doktrin, einer bloßen Fortsetzung eines gefundenen Ansatzes aus Verstandesgründen. Bei Ausbruch des ersten Weltkriegs ist Walter Benjamin 22 Jahre alt. Er gehört zu dieser Zeit zu einer der Fraktionen der Jugendbewegung, die einen neuen Menschen ins Auge fasst. In den 30er Jahren arbeitet er eng mit Bert Brecht zusammen. 1940 begeht er, auf der Flucht vor den Häschern des Dritten Reichs, Selbstmord. Sein Werk, das eine stark fragmentarische und zugleich eine Struktur der Zusammenhänge aufweist, gehört zu den Grundfesten der Moderne. Mike Jennings, Princeton University, ist der Biograph Benjamins. Alle Texte und Werke Benjamins greifen die Dinge an der Wurzel und sind im wörtlichen Sinne des Wortes „radikal“. Niemals beugt sich Benjamin jedoch einem Schema, einer Doktrin, einer bloßen Fortsetzung eines gefundenen Ansatzes aus Verstandesgründen. Vielmehr geht es ihm, sagt er, darum, die in der Ding- und Warenwelt und die in den Phantasmagorien der menschlichen Köpfe verborgenen ungeschriebenen Texte zu lesen. Dazu gehört Offenheit, nicht bloße „Konsequenz“. Auch in der für die europäische Moderne zeitweise aussichtslosen Situation, als der Faschismus in Europa überall im Vordringen ist, sucht Walter Benjamin – gemeinsam mit Bert Brecht – nach den Elementen eines Neuanfangs. Noch als die deutschen Truppen 1940 schon zu ihrem Sprung nach Paris ansetzen, schreibt Benjamin an seinem Passagenwerk und vor allem an dem Projekt über seine Berliner Kindheit. Er verbindet die Erfahrung eines Erwachsenen mit den stets neugierigen Augen eines Kindes: Ein Fall von „philosophischer Neotenie“. Ein Blick auf den kreativen und beharrlichen Widerstandsgeist Walter Benjamins. Landkarten des Körpers im Geist http://www.dctp.tv/filme/landkarten-des-korpers-im-geist/ 2016-11-03T10:01:19Z 2016-11-03T00:00:00Z dctp.tv Zu den Geheimnissen der Evolution gehört die Tatsache, dass die Architektur im Gehirn aller Wirbeltiere, also auch von uns Menschen, bisexuell ist. Zu den Geheimnissen der Evolution gehört die Tatsache, dass die Architektur im Gehirn aller Wirbeltiere, also auch von uns Menschen, bisexuell ist. Während sich im Äußeren die Geschlechtsmerkmale deutlich unterscheiden, sind sie auf der Landkarte des Gehirns, also in ihren Abbildungen in den Milliarden Neuronen im Kopf, fast nicht zu unterscheiden. Einige dieser Rätsel der Evolution dürfen aus ethischen Gründen nicht am Menschen selbst untersucht werden. Ein herausragend geeignetes Tier für die paläobiologischen und biologischen Untersuchungen ist ein sehr kämpferisches, bewegliches, intelligentes und aggressives Lebewesen, das zu unseren Vorfahren zählt: die etruskische Zwergspitzmaus. Sie ist körperlich so klein, dass sie, um die Hitze ihres Körpers auszubrüten, permanent jagen und fressen muss. Für die Navigation ihrer extrem raschen Bewegungen ist die Empfindlichkeit ihrer Barthaare entscheidend. Schaltungen zwischen Körper und Geist, die bei großen Lebewesen wie den Elefanten oder uns Menschen stark verlangsamt und gelegentlich verkümmert sind, sind bei diesen Winzlingen in vivo und mit allen Attributen der „Not, die erfinderisch macht“ zu beobachten. Prof. Dr. Michael Brecht, Wissenschaftler am Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience und der Humboldt-Universität zu Berlin, führt auf eine Forschungsreise in die Landschaften des Körpers, wie sie sich im Gehirn darstellen: „Die Innenausstattung von Angriffsgeist, Intelligenz und Feinsteuerung“. Der Kaiser, der seine Tochter im Schnee ertappte http://www.dctp.tv/filme/der-kaiser-der-seine-tochter-10vor11-20160822/ 2016-11-08T13:34:09Z 2016-10-27T00:00:00Z dctp.tv Helge Schneider als Karl der Große. Wir schreiben 800 nach Christus. Mit Trompete und in königlichem Gewand. Nach der Überlieferung hatte Emma, die Tochter Kaiser Karl des Großen, ein Verhältnis mit einem von dessen nicht-adeligen Ministern namens Einhard. Bei einem Treffen der Liebenden war nachts Schnee gefallen. Die listige und kräftige Kaisertochter hatte ihren Freund sich auf den Rücken geladen und sicher aus ihren Gemächern herausgebracht: keine verräterische Fußspur eines Mannes war zu sehen! Trotzdem wurden die Liebenden überführt, sollten mit dem Tode bestraft werden und wurden im letzten Moment begnadigt. Eine Barockoper handelt von diesem Geschehen. Helge Schneider als Karl der Große. Wir schreiben 800 nach Christus. Mit Trompete und in königlichem Gewand. Woher weiß die Uhr, wie spät es ist? http://www.dctp.tv/filme/woher-weiss-die-uhr-10vor11-20160829/ 2016-10-27T15:25:25Z 2016-10-27T00:00:00Z dctp.tv Der Umgang mit der Zeit, mit Eile und Muße, ist in unseren Tagen genauso eine offene Frage wie in der Zeit des Kirchenvaters Augustinus. In einer berühmten antiken Erzählung sitzt ein Fischer müßig am Ufer. Ein Besucher fordert ihn auf, die Zeit zu nutzen, Fische zu fangen. Er könne sich dann ein neues Boot kaufen, ein Geschäft eröffnen und das Geld sammeln, damit er sich später zur Ruhe setzen könnte. Der Fischer antwortete: „Das tue ich doch schon gerade.“ Der Umgang mit der Zeit, mit Eile und Muße, ist in unseren Tagen genauso eine offene Frage wie in der Zeit des Kirchenvaters Augustinus. In gewisser Hinsicht sind wir Menschen Uhren. Eine Uhr misst die Relationen in Raum und Zeit. Sie misst aber nicht die Zeit selbst. Die ist eine der großen, nicht leicht erklärbaren Kategorien des menschlichen Vorstellungsvermögens. „Die Uhr ist eine Maschine, die nichts produziert.“ In der Antike wird sie repräsentiert durch den Gott Chronos, der seine Kinder verschlingt. Es gibt aber auch einen winzigen Glücksgott, den Kairos, der mit den Menschen und ihrer Zeit auf andere Weise umgeht. Der Historiker Alexander Demandt hat in seiner Kulturgeschichte der Zeit ein faszinierendes Portrait unseres ständigen Begleiters geliefert, der Zeit. Der Kampf des Dunklen für das Licht http://www.dctp.tv/filme/der-kampf-des-dunklen-fuer-das-licht-newsstories27092016/ 2016-10-24T09:48:18Z 2016-10-21T00:00:00Z dctp.tv Unser Weltall ist 13,4 Mrd. Jahre alt. Von Anfang an kämpften zwei Mächte miteinander: die dunkle Materie und die dunkle Energie. Unser Weltall ist 13,4 Mrd. Jahre alt. Von Anfang an kämpften zwei Mächte miteinander: die dunkle Materie und die dunkle Energie. Die dunkle Materie führt zu einer Kontraktion der Masse und enthält eine starke gravitative Kraft. Die dunkle Energie treibt die Materie auseinander und führt zu einer Expansion des Universums. Bisher war die dunkle Materie in der Lage, die Macht der dunklen Energie zu zähmen. Ist dieses Gleichgewicht von Dauer? Der Astronom Fritz Zwicky war der Entdecker der geheimnisvollen dunklen Materie, weil er feststellte, dass die Milchstraßen nicht stabil wären, würden sie nicht von einer dunklen gravitativen Kraft umhüllt und getragen. Die dunkle Materie, die mit unserer gewohnten baryonischen Materie nicht reagiert, hat noch kein Forscher direkt gesehen und doch ist es sicher, dass diese Kraft die Gleichgewichte im Kosmos aktiv herstellt. Ohne dunkle Materie gäbe es kein Sternenlicht. Der Astrophysiker Adalbert W. A. Pauldrach berichtet über eines der merkwürdigsten Geheimnisse des Universums. Nachrichten aus dem Erdmittelalter http://www.dctp.tv/filme/nachrichten-aus-dem-erdmittelalter-10vor11-10082016/ 2016-10-24T09:51:08Z 2016-10-21T00:00:00Z dctp.tv Bei den frühen Amphibien des Erdmittelalters, den ersten Vierfüßlern, die vom Meer ans Land gingen, muss es in den Zellen einen wunderbaren Reparaturfahrplan gegeben haben. Bei den frühen Amphibien des Erdmittelalters, den ersten Vierfüßlern, die vom Meer ans Land gingen, muss es in den Zellen einen wunderbaren Reparaturfahrplan gegeben haben. Bis zu den Salamandern heute gibt es in der Evolution Zeichen, dass in den Zellen eine Kraft existiert, die abgetrennte Glieder und Organe nachwachsen lässt. Bei den heutigen Salamandern kann man beobachten, dass die Zellen, bei einer schweren Verwundung oder der Abtrennung von Gliedmaßen, sich in Stammzellen zurückverwandeln und das betreffende Organ neu herstellen. "Jede Zelle hat den Bauplan des Ganzen in sich." Ein Reparaturwunder der Evolution, das in uns Menschen eventuell spurenweise ebenfalls noch vorhanden ist. Im Zoo der Intoleranz http://www.dctp.tv/filme/im-zoo-der-intoleranz-news-stories-20160907/ 2016-10-20T15:34:50Z 2016-10-20T00:00:00Z dctp.tv Das 1835 uraufgeführte Werk war lange Zeit die Lieblingsoper der Pariser Gesellschaft und sie faszinierte den jungen Marcel Proust. Es geht um das Requiem für eine geopferte Frau. Der größte Opernerfolg des Komponisten Jacques Fromental Halévy, des Schwiegervaters von Georges Bizet, war die Grand Opera DIE JÜDIN, französisch LA JUIVE. Das 1835 uraufgeführte Werk war lange Zeit die Lieblingsoper der Pariser Gesellschaft und sie faszinierte den jungen Marcel Proust. Es geht um das Requiem für eine geopferte Frau. Die Handlung spielt zur Zeit des Konzils in Konstanz im Jahre 1414. 30 Jahre zuvor hatte ein Jude ein Mädchen aus einem brennenden Patrizierhaus gerettet. Er zog das Kind als seine Tochter, also als Jüdin, auf. Der biologische Vater dieses Mädchens hat als Kardinal und oberster Richter den Vorsitz des Konzils von Konstanz inne. Er weiß nichts von der Rettung seines Kindes. Das Ganze spielt im Umfeld religiös erhitzter, gewalttätiger Menschen. Weil er am heiligen Sonntag als Goldschmied arbeitet, wird der Ziehvater des Mädchens, das Rahel heißt, verhaftet und zum Tode verurteilt. Die Tochter tritt für ihn ein. Wegen einer komplexen Intrige wird auch sie zum Tode verurteilt und zwar von ihrem eigenen Vater. Der Trauermarsch, der den letzten Akt eröffnet und die Hinrichtung des schönen Mädchens (einer Christin, die sich für eine Jüdin hält) ging bei Uraufführung und geht heute tief unter die Haut. An der Bayerischen Staatsoper München hat Calixto Bieito dieses „Drama der Irrtümer und Missverständnisse“ völlig neu und emotional stark inszeniert. In der Rolle der Rahel überragend: Aleksandra Kurzak. Der Modeschöpfer http://www.dctp.tv/filme/der-modeschoepfer-newsstories-20092016/ 2016-10-20T13:49:38Z 2016-10-19T00:00:00Z dctp.tv Der beliebte Musikdarsteller zurück in mehreren neuen Rollen. Als Modeschöpfer erweist er sich als Meister des "weniger ist mehr". Der beliebte Musikdarsteller zurück in mehreren neuen Rollen. Als Modeschöpfer erweist er sich als Meister des "weniger ist mehr". Dies steigert sich in Helges Rolle als "Napoleon in Mülheim", als "Eulenspiegel", während eines Aufenthalts im wüsten Harzgelände und als britischer Reitersmann im Krimkrieg. Besonders emotional: Helge Schneider über das Weinen. Mit viel Musik. Gitarre, Saxophon, Akkordeon und Mini-Moog. Die Fremdenlegion http://www.dctp.tv/filme/die-fremdenlegion-newsstories-31082016/ 2016-10-18T13:40:28Z 2016-10-18T00:00:00Z dctp.tv Die Fremdenlegion ist ein legendäres Beispiel für eine private Enklave im staatlichen Gewaltmonopol. Heute entsprechen dem die privaten Überwachungs- und Sicherheitsfirmen. Die Fremdenlegion wurde 1831 vom französischen König gegründet. Die Gründung verband sich mit der Absicht, den unaufhaltsamen Flüchtlingsstrom aus Polen, der nach dem vom Zaren unterdrückten Aufstand nach Frankreich floss, zu kanalisieren. Kampfkräftige Flüchtlinge wurden rekrutiert und als Privattruppe nach Afrika versetzt. Der erste Kommandant der Fremdenlegion war ein Oberst aus der Schweiz. Schweizer Söldner hatten schon in der Schlacht von Marignano 1515 und als letzte Verteidiger des Königs 1791 während der französischen Revolution gedient. Um die Fremdenlegion bildete sich ein Mythos. Die Aufopferung von Legionären 1863 in der Schlacht von Camerone in Mexiko, im Dienste des Kaisers Maximilian, wurde ähnlich legendär wie der Einsatz der Legionäre in Syrien 1850 und in Bir Hakeim 1942 (gegen Rommel), oder im Kessel von Dien Bien Phu 1956. In der Legion gab es Männerfreundschaften. Hohe Bedeutung hatte das sogenannte Anonymiat (man konnte einen neuen Namen annehmen, seine Vergangenheit vollständig ablegen). Viele Kriminelle und Menschen, deren Leben aussichtslos war, tauchten hier unter und entwickelten eine neue Existenz. Aber auch ein unehelicher Sohn Napoleon des Ersten, der Graf Colonna-Walesca, diente in der Legion und der Dichter Ernst Jünger entfloh dem Elternhaus und wurde Rekrut, bis der Vater ihn aus dieser Lage heraus holte. Die Fremdenlegion ist ein legendäres Beispiel für eine private Enklave im staatlichen Gewaltmonopol. Heute entsprechen dem die privaten Überwachungs- und Sicherheitsfirmen. Im Mantel der Nacht http://www.dctp.tv/filme/im-mantel-der-nacht-newsstories-17082016/ 2016-10-17T14:10:54Z 2016-10-17T00:00:00Z dctp.tv Ein Werkstattgespräch zwischen Alexander Kluge und Reinhard Jirgl. Wie schreibt man in unserer Zeit Texte, die die so verschiedene Idole wie Heiner Müller, Arno Schmidt, Gottfried Benn, Ernst Jünger fortsetzen? Reinhard Jirgl, Jahrgang 1953, ist Träger der bedeutendsten deutschen Literaturauszeichnung, des Georg-Büchner-Preises. Seine Romane sind für die Dichte ihrer Sprache und ihren reichen Erfahrungsgehalt bekannt. Was bedeutet für diesen Dichter die Abenddämmerung und die Nacht? Wie würde er eine Morgenröte bedichten? Was fesselt ihn an Hölderlin oder Edgar Allan Poe? Was löst der Sternenhimmel bei ihm an Phantasien aus? Ein Werkstattgespräch zwischen Alexander Kluge und Reinhard Jirgl. Zwei Autoren. Wie schreibt man in unserer Zeit Texte, die die so verschiedene Idole wie Heiner Müller, Arno Schmidt, Gottfried Benn, Ernst Jünger fortsetzen? Was sind vorrangige Themen im 21. Jahrhundert? Einer von Reinhard Jirgls Romanen, „Nichts von euch auf Erden“, wurde kürzlich zu einem Drama umgearbeitet und mit Erfolg auf der Bühne aufgeführt. Es geht darum, dass Menschen mit Gewalt den Mars für eine menschliche Besiedlung herzurichten suchen. Die aggressive Aktion wirft, statt den Mars bewohnbar zu machen, den Marsmond Phobos aus seiner Bahn. Der Mond stürzt auf unsere Erde und vernichtet sie. Wie vor 4 Milliarden Jahren muss das Leben auf unserem Planeten vom Einzeller aufwärts neu anfangen.