Neueste Filme - dctp.tv http://www.dctp.tv/filme/neu.atom 2017-04-26T12:49:20Z All rights reserved schnee von morgen SPIEGEL TV Reportage vom 25.04.2017 http://www.dctp.tv/filme/spiegel-tv-reportage-vom-25042017/ 2017-04-26T12:49:20Z 2017-04-26T00:00:00Z dctp.tv Wenige Wochen nach Donald Trumps Amtsantritt geht ein tiefer Riss durch die USA. Politikstil, Personalpolitik und die ersten Entscheidungen des neuen Präsidenten haben das Land gespalten. Unversöhnlich stehen sich die beiden Lager gegenüber. Doch was genau hat sich bisher für die Menschen verändert? Wer gehört zu den Gewinnern, wer zu den Verlierern? Trump hält sich selbst für den erfolgreichsten Präsidenten aller Zeiten - seine Anhänger folgen ihm, trotz aller Lügen und Halbwahrheiten - dabei haben sie selbst am Meisten zu verlieren. Eine Reise durch die gespalteten Staaten von Amerika von SPIEGEL TV-Autorin Karin Assmann. The "Total Worker" at Verdun http://www.dctp.tv/filme/total-worker-verdun/ 2017-04-21T13:33:23Z 2017-04-21T00:00:00Z dctp.tv Beneath the village of Vauquois, which after the battle no longer existed, German and French pioneers, carefully selected miners, dug tunnels from both sides into the hilly landscape. Light Veins http://www.dctp.tv/filme/light-veins-prada/ 2017-04-21T13:42:49Z 2017-04-21T00:00:00Z dctp.tv The Digital Night Sky Over Paris http://www.dctp.tv/filme/digital-night-sky-over-paris/ 2017-04-21T17:59:17Z 2017-04-21T00:00:00Z dctp.tv Ingeborg Bachman - To the Sun http://www.dctp.tv/filme/ingeborg-bachman-sun/ 2017-04-21T17:58:40Z 2017-04-21T00:00:00Z dctp.tv “Gut” Thinking http://www.dctp.tv/filme/gut-thinking/ 2017-04-21T18:00:49Z 2017-04-21T00:00:00Z dctp.tv The Student Nurses of Chicago http://www.dctp.tv/filme/student-nurses-chicago/ 2017-04-21T17:59:41Z 2017-04-21T00:00:00Z dctp.tv Lighting a Cigarette in Thin Air http://www.dctp.tv/filme/lighting-cigarette-thin-air/ 2017-04-21T18:01:08Z 2017-04-21T00:00:00Z dctp.tv I Have Moved Mountains http://www.dctp.tv/filme/i-have-moved-mountains/ 2017-04-21T18:01:25Z 2017-04-21T00:00:00Z dctp.tv What Exactly is a City? http://www.dctp.tv/filme/what-exactly-city/ 2017-04-21T17:57:39Z 2017-04-21T00:00:00Z dctp.tv Homage to Maria Callas http://www.dctp.tv/filme/homage-maria-callas/ 2017-04-21T17:58:55Z 2017-04-21T00:00:00Z dctp.tv The Song of the Workers & the Babylonians http://www.dctp.tv/filme/song-workers-babylonians/ 2017-04-21T18:01:53Z 2017-04-21T00:00:00Z dctp.tv Ungemütliche Zeiten http://www.dctp.tv/filme/ungemutliche-zeiten-newsstories11042017/ 2017-04-12T10:25:24Z 2017-04-12T00:00:00Z dctp.tv Die Erde hat im Jahr 2017 an Sicherheit & friedlicher Ruhe nicht gewonnen. Die neue Führung im Weißen Haus, Brexit, der nicht enden wollende Krieg in Syrien, Spannungen in Fernost: nichts davon ist gemütlich. Der Planet Erde hat im Jahr 2017 an Sicherheit und friedlicher Ruhe nicht gewonnen. Die neue Führung im Weißen Haus, der Brexit, der nicht enden wollende Krieg in Syrien, die Spannungen in Fernost: nichts davon ist gemütlich. Jedes Jahr treffen sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz über 100 Staatslenker und Strategen aus Wirtschaft und Militär aus aller Welt. Der Leiter des außenpolitischen Ressorts der SZ, Stefan Kornelius, nennt diese Konferenz, in der die kontroversen Stimmen der Welt auf einmalige Weise zusammentreffen (und in deren Hintergrund viel Politik stattfindet), einen „Schnellkochtopf mit verschlossenem Deckel“. Dieser Kessel, sagt Kornelius, steht in diesem Jahr kurz vor der Explosion. Alle sind auf Vorsicht getrimmt. Wir treffen auf Experten wie Ken Weinstein, den Chef des Hudson Instituts, einen markanten Republikaner aus dem Umkreis des U.S.-Vizepräsidenten Pence, auf den Chef der Brookings Institution, eines der größten Think-Tanks in Washington, Strobe Talbott. Er gehörte zu den erfahrensten U.S.-Strategen im Kalten Krieg. Wir sprechen mit Ignatius II Ephraim, dem Patriarchen von Antiochien (mit Sitz in Damaskus), dessen Kirche im Jahre 37 nach Christus vom Apostel Petrus begründet wurde (jetzt inmitten der Syrien-Krise). Das Mitglied der Chefredaktion der ZEIT Holger Stark berichtet aufgrund seiner Beobachtungen aus 4 Jahren USA. Auf dieser Konferenz treffen der russische Außenminister Lawrow mit dem neuen U.S.-Außenminister Tillerson zusammen, die Bundeskanzlerin sitzt auf Tuchfühlung mit dem U.S.-Vizepräsidenten Pence, der die Twitter-Botschaften seines Präsidenten (mit Hilfe von bis zu 12 Dolmetschern in allen Sprachen der Konferenz) für Europäer zu übersetzen versucht. Eindrücke auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu einem Zeitpunkt, den die Historiker später als „Weichenstellung“ bezeichnen werden. Wer die Massaker nicht erinnert, pflegt sie http://www.dctp.tv/filme/wer-die-massaker-nicht-erinnert-pflegt-sie/ 2017-04-10T17:06:05Z 2017-04-10T00:00:00Z dctp.tv Das Jahr 1929 http://www.dctp.tv/filme/das-jahr-1929/ 2017-04-10T10:37:57Z 2017-04-10T00:00:00Z dctp.tv Hans Magnus Enzensberger über den Giftgashandel. Das "Gaskampflied" http://www.dctp.tv/filme/das-gaskampflied/ 2017-04-10T10:30:22Z 2017-04-10T00:00:00Z dctp.tv Lesung mit Gespräch. Lesung mit Gespräch. Keinen Plan zu haben ist der Plan http://www.dctp.tv/filme/keinen-plan-zu-haben-ist-der-plan-newsstories-04042017/ 2017-04-19T15:58:59Z 2017-04-10T00:00:00Z dctp.tv Konkurrenz hat es immer gegeben. Man kennt auch das Wort des Ökonomen Joseph Schumpeter von der „schöpferischen Zerstörung“, mit der der Kapitalismus die Industrien mitsamt Menschen in die Zukunft reißt. Das Stichwort heißt: Disruption. Konkurrenz hat es immer gegeben. Man kennt auch das Wort des Ökonomen Joseph Schumpeter von der „schöpferischen Zerstörung“, mit der der Kapitalismus die Industrien mitsamt Menschen in die Zukunft reißt. Völlig neu jedoch und Charakteristik der digitalen Welt ist die Abwertung ganzer Märkte und Produktionsstile in kurzer Zeit durch angreifende Start-Ups und die neuen Intelligenzzentren im Westen der USA, die wir derzeit beobachten. Wie antwortet man darauf als europäischer Patriot? Christoph Keese hat schon in seinem Buch SILICON VALLEY zu dieser Frage Akzente gesetzt. In seinem neuen Buch SILICON GERMANY geht es darum, wie wir, mit den Mitteln unseres Landes, auf die Herausforderung der Disruption antworten, einem Angriff, der klassische Hierarchien so zügig aus dem Weg schafft, wie einst die Dinosaurier aus der Welt verschwanden. Keeses Analyse ist nirgends schwarzseherisch. Sie geht aus von gründlicher Kenntnis der Chancen, welche die künstliche Intelligenz und die Algorithmen besitzen. Wenn uns nichts Besseres einfällt, sagt er, müssen wir in kannibalische Disruptoren unsererseits investieren. Wir können aber auch durch Kooperation, das was wir haben, und was die Angreifer nicht haben, zusammenlegen: ökonomisch und bei der Gestaltung einer selbstbewussten Öffentlichkeit. Im Zentrum von Christoph Keeses Überlegungen steht die Metapher von David und Goliath. In jenem biblischen Zweikampf stand ein schwer gepanzerter Riese, Goliath, nach allen klassischen Gesichtspunkten überlegen, dem winzigen David gegenüber. David, der Fernkämpfer, aber schoss dem Riesen in den Kopf, ehe der den Angriff überhaupt bemerkt hatte. Der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bewährte rheinische Kapitalismus beruhte auf einem Vertrauen in soliden Maschinenbau, in ingenieursmäßige Perfektion und auf möglichst klaren Entscheidungen in der Unternehmensspitze: ein gut gerüsteter Goliath. Wir leben in einem Ernstfall, in dem diese Zurüstüng allein nicht genügt. Ist es möglich, fragt Christoph Keese, einen Goliath zu zerlegen und „innovativ zu davidisieren“? Begegnung mit Christoph Keese. Gas! "Wie eine Vielzahl leiser Pfiffe" http://www.dctp.tv/filme/gas-wie-eine-vielzahl-leiser-pfiffe/ 2017-04-17T08:49:17Z 2017-04-07T00:00:00Z dctp.tv Zu den Schocks gehört der Gaskrieg. Dass menschlichen Lebewesen wie Ratten der Atem genommen und die Haut veräzt wird, gehört zu den sinnlich nicht fassbaren Ereignissen. Zu den Schocks gehört der Gaskrieg. Dass menschlichen Lebewesen wie Ratten der Atem genommen und die Haut veräzt wird, gehört zu den sinnlich nicht fassbaren Ereignissen. Clara Haber protestiert gegen den Gaskrieg http://www.dctp.tv/filme/clara-haber-protestiert-gegen-den-gaskrieg/ 2017-04-07T16:02:10Z 2017-04-07T00:00:00Z dctp.tv In einer Szene des Dramas Sommer 14 von Rolf Hochhuth geht es um die Frau des Chemieprofessors und Nobelpreisträgers Haber. In einer Szene des Dramas Sommer 14 von Rolf Hochhuth geht es um die Frau des Chemieprofessors und Nobelpreisträgers Haber. Dieser erfand einen Ersatz für das Salpeter, das für die Produktion von Pulver benötigt wurde, und damit erfand er die Grundelemente des Gaskriegs. Aus Protest gegen diese Aktivität ihres Mannes erschoss sich Clara Haber. Liebe in Russland ist nicht schwarz-weiß http://www.dctp.tv/filme/liebe-russland-ist-nicht-schwarz-weiss-10vor11-27032017/ 2017-04-06T10:37:19Z 2017-04-06T00:00:00Z dctp.tv Einen Dandy aus der Hauptstadt, Eugen Onegin, hat es aufs Land verschlagen. Er weckt in einer 17jährigen Gutstochter, Tatjana, eine Leidenschaft. Einen Dandy aus der Hauptstadt, Eugen Onegin, hat es aufs Land verschlagen. Er weckt in einer 17jährigen Gutstochter, Tatjana, eine Leidenschaft. Man weiß nicht: kommt die Obsession aus ihrem Inneren oder aus den Romanen, in denen sie so eifrig liest. Ihre ältere Schwester, Olga, eine realistischere Natur, ist verlobt mit dem engsten Freund Onegins, Lenski. In der Verwirrung einer Sommernacht zündet es zwischen Onegin und dieser Olga. Der eifersüchtige Lenski beleidigt Onegin. Es kommt zum Duell. Onegin erschießt seinen besten Freund. 15 Jahre später trifft Onegin, inzwischen als Mensch verändert, erneut auf Tatjana. Sie ist mit dem Fürsten Grenin verheiratet und eine große Dame der Gesellschaft. Für einen kurzen Moment scheint es, als könnten sie zueinander finden. Tschaikowsky hat nach dem Versepos von Alexander Puschkin sieben lyrische Szenen zu diesem Sujet komponiert. Barrie Kosky, der Intendant der Komischen Oper Berlin, zeigt in seiner Inszenierung mit entschiedenem Griff die Präzision und Schönheit von Tschaikowskys Oper, die das Schema der Oper hinter sich lässt. Es geht um eine Reise von Obsession zu Gleichgültigkeit. Das Nein kommt erst von Onegin und Jahre später von Tatjana. Dass dem Zuschauer eine solche Reise ins Nichts das Herz erwärmt, daran zeigt sich die Macht der Liebe. Der lange Atem http://www.dctp.tv/filme/der-lange-atem-10vor11-20032017/ 2017-04-06T10:05:05Z 2017-04-06T00:00:00Z dctp.tv Revolutionen, sagt der Philosoph Christoph Menke, haben einen unglaublichen Zeitbedarf. Der Auszug Israels aus Ägypten, Prototyp eines radikalen Neuanfangs, dauerte 40 Jahre biblischer Zeit. Arabischer Frühling, die studentische Protestbewegung im Juni 1967 (parallel dazu die Rebellionen in Paris und an den amerikanischen Universitäten), die russische Revolution von 1917, die Industrielle Revolution, die Große Französische Revolution – alle diese Umwälzungen, jede für sich, haben ihren eigenen Charakter. Ihre Anfangsversprechen hat keine gehalten. Revolutionen, sagt der Philosoph Christoph Menke, haben einen unglaublichen Zeitbedarf. Der Auszug Israels aus Ägypten, Prototyp eines radikalen Neuanfangs, dauerte 40 Jahre biblischer Zeit. Gute Revolutionen sind vermutlich nicht unter 800 Jahren zu haben. Christoph Menke hat den Lehrstuhl für PRAKTISCHE PHILOSOPHIE an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt inne. Er zählt zur 3. Generation der Frankfurter Kritischen Theorie. Diese philosophische Richtung, mit Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Walter Benjamin, Jürgen Habermas, Oskar Negt in ihren Reihen, steht für die Abwehr gegen den Nationalsozialismus, übersetzt für heutige Zeiten für die Früherkennung der Gefahren des Rechtspopulismus. In dieser Theorie steht die Freiheit, die (wie es schon Immanuel Kant sagt) dem menschlichen Nervensystem und der Evolution der Menschen innewohnt, im Fokus. Das Wort Vernunft („raison“), heißt es bei dem französischen Philosophen Jacques Derrida, lässt sich aus einem altfranzösischen Wort ableiten, das mit „sturmsichere Beladung eines Schiffes“ zu übersetzen ist. FAUST von Gounod http://www.dctp.tv/filme/faust-von-gounod-10vor11-113032017/ 2017-04-04T10:38:54Z 2017-04-04T00:00:00Z dctp.tv Diese Oper aus dem 19. Jahrhundert wird gründlich entrümpelt. Das Bühnenbild und die Kostüme: heutiges Paris im Zeitalter der Attentate. Frank Castorf, Chef der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, inszeniert die Oper FAUST in Stuttgart auf verblüffende Weise. Diese Oper aus dem 19. Jahrhundert wird gründlich entrümpelt. Das Bühnenbild und die Kostüme: heutiges Paris im Zeitalter der Attentate. Faust, anfangs ein herunter gekommener, zweiflerischer alter Mann, wird durch seinen Pakt mit dem Teufel – wie es Goethe und Gounod vorschreiben – in seine Jugend zurückverwandelt. Er überfällt die junge Margarethe mit seinem Liebesverlangen und stößt sie ins Unglück. Margarethe ist aber niemand, der sich auf diese Weise umbringen lässt. In der Rolle der Margarethe die hinreißende Mandy Fredrich. Der legendäre Faustwalzer in einem ganz neuen Licht! Wenn er auf den Boulevards von Fallschirmjägern, Legionären und ihren lebensgierigen Geliebten getanzt wird. Text: „Wie der Wind den Staub aus der Ackerfurche weht, tanzen wir in den Himmel hinein“. Überraschend auch die „Hexen“ und die „Engel“ am Ende des Stücks. Die U-Bahn-Station heißt Stalingrad, Reklamen von neuesten Horrorfilmen und von Coca-Cola. Die Bühnenhandlung wird in großformatigen Filmaufnahmen übertragen. Ein ungewöhnlicher Grad von Intimität. Exakt passend zu der filigranen Musik von Gounod. Mag Gounods Oper weniger modern sein als andere Faust-Opern wie die von Hector Berlioz und die von Ferruccio Busoni, so zeigt sie sich doch in dieser Regie und in der musikalischen Leitung von Marc Soustrot schlüssig und von enormem Schwung. Ein Opernerlebnis mit Ausnahmecharakter. Mensch 4.0 http://www.dctp.tv/filme/mensch-40-newsstories-28032017/ 2017-03-29T13:54:03Z 2017-03-29T00:00:00Z dctp.tv Die Digitalisierung verändert die Gesellschaft, die Ökonomie und darin sowohl die Produktion wie den Konsum. Man nennt das die Vierte Industrielle Revolution. Die Digitalisierung verändert die Gesellschaft, die Ökonomie und darin sowohl die Produktion wie den Konsum. Man nennt das die Vierte Industrielle Revolution. Von der Dampfmaschine und der Ersten Industriellen Revolution her gesehen, gewiss ein Umbruch. Diese Umwälzung bringt auch Veränderungen im Inneren der Menschen hervor: den Mensch 4.0. Der Soziologe Dirk Baecker zeigt aber, dass dabei, zumindest auf dieser subjektiven Seite, der des Menschen und seiner Kommunikation, alle früheren Stufen der Entwicklung erhalten bleiben: "Zur Gegenwart gehören alle Zeiten". Dirk Baecker unterscheidet dabei vier Stufen: 1. Die Stammesgesellschaft, hier gilt das "Prinzip Mündlichkeit". Kinder wachsen heute noch immer so auf. 2. Die Welt der Antike, hier setzte sich das "Prinzip Schriftlichkeit" durch. "Was gilt, muss zu lesen sein". 3. Die Welt der Renaissance. Die Massenproduktion an Druckerzeugnissen von Gutenberg gehört in diese Epoche. 4. Die Digitalisierung. Sie prägt unsere Gegenwart, aber sie kann keine der früheren Stufen entbehren. Digitalisierung und die sogenannte Disruption zerstört ganze Märkte und Wirklichkeiten und sie bringt neue hervor. Starke Auswirkungen hat sie auf die Zukunft der Arbeit. Aus dem Bild traditioneller Berufe rückt, zumindest in den Industrieländern, die Arbeit heraus. Sie wird projektbezogen, entfesselt und in die Wüste der Flexibilisierung entlassen. Sie verändert auch die Stellung der Chefs. Sie werden von klassischen Entscheidern zu "Ermöglichern", die in der Pyramide keine Spitze mehr bilden, sondern die Türme der Arbeit umkreisen. Wo finden dann die Entscheidungen statt? Bisher haben nur Demagogen (falsche) Antworten auf diese Fragen. Auch in der Vergangenheit konnte Arbeit zerstörerisch (z.B. im Krieg und in Schumpeters "Schöpferischer Zerstörung") oder produktiv sein (in der Entwicklung immer neuer Technologien). Heute wird der menschliche Wille (und damit auch große Teile des "guten Willens") von der Arbeit und der Realität abgekoppelt. Das ist für den Mensch 4.0 verwirrend. Es ist aber beruhigend, wenn Dirk Baecker, der bedeutendste Vertreter aus der soziologischen Schule von Niklas Luhman, mit guten Beispielen darauf hinweist, dass alle übrigen Zeiten (und ihre seelischen Strukturen) in unserer Gegenwart mitwirken. Nur in der Renaissance gibt es ähnlich viele Wirklichkeiten, die bei der Herstellung von Gegenwart miteinander ringen. Schreiben als Lebensart http://www.dctp.tv/filme/schreiben-als-lebensart/ 2017-03-23T14:36:11Z 2017-03-23T00:00:00Z dctp.tv Besonders informativ sind Tagebücher, von denen der Autor annahm, dass sie nie veröffentlicht würden. Sie sind intim und authentisch. Besonders informativ sind Tagebücher, von denen der Autor annahm, dass sie nie veröffentlicht würden. Sie sind intim und authentisch. Zugleich enthalten sie bei Menschen, zu deren Leben das Schreiben gehört, Fundstücke literarischer Erzählungen, die keiner Planwirtschaft unterliegen. Oft sind das Texte, die noch besser sind als die in den Romanen veröffentlichten. Schon 1951 ist deutlich, dass Martin Walser sein Leben dem Schreiben widmen wird. Wichtige Zeiten sind das Jahr, in dem Martin Walser, der am Sender Stuttgart für Hörspiele und als Dokumentarfilmer für die unübertroffene Hauptabteilung Dokumentarfilm im beginnenden Fernsehen arbeitet, seine Film über die Republik Polen herstellte. In diesem Jahr wäre Martin Walser beinahe gestorben. Eine Assistenzärztin rettete ihn aus der Klinikfabrik, indem sie dafür sorgte, dass sein Gallenblasenverschluss im letzten Moment operiert wurde. Begegnung mit Martin Walser aus Anlaß seines Buches "Leben und Schreiben: Tagebücher 1951 - 1962". Ein Gespräch über Kernpunkte des poetischen Schreibens und die Erzähltradition der Kelten. 140 Jahre Russisches Licht http://www.dctp.tv/filme/140-jahre-russisches-licht-newsstories-21032017/ 2017-03-22T14:50:17Z 2017-03-22T00:00:00Z dctp.tv Das "Russische Licht" von vor 140 Jahren leuchtete in den Großstädten nur kurz. Seine Faszination aber erstreckt sich etwa 20 Jahre länger als die Filmgeschichte. "Russisches Licht" hieß eine mondäne städtische Beleuchtungsart, zuerst in Paris erprobt, die das Gaslicht ablöste. Natascha Drubek nimmt dieses "Licht der Moderne" als Metapher, um die tiefgreifende Beziehung des Lichts in den russischen Ikonen mit dem Licht in den einmaligen russischen Stummfilmen zu vergleichen, die ein Stück Klassik in der Filmgeschichte darstellen. Das gilt nicht nur für die legendären Filme von Eisenstein, Vertow, Pudowkin und anderen Meistern der 20er Jahre, sondern vor allem auch für den Stummfilm der Zeit bis 1917: Filme wie DÄMMERUNG EINER FRAUENSEELE von Jewgeni Bauer. Das "Russische Licht" von vor 140 Jahren leuchtete in den Großstädten nur kurz. Seine Faszination aber erstreckt sich etwa 20 Jahre länger als die Filmgeschichte: heute wäre "Russisches Licht" (in der Gestalt großer Glaskugeln, der Ikonen des Stummfilms) ein Anknüpfungspunkt für jede Erneuerung des Films (der durch Hollywood-Abbildrealismus und die Medien totgequatscht ist). Natascha Drubek über 140 Jahre "Russisches Licht".