Neueste Filme - dctp.tv http://www.dctp.tv/filme/neu.atom 2016-09-30T16:08:26Z All rights reserved schnee von morgen 1000 Jahre Portugal http://www.dctp.tv/filme/1000-jahre-portugal-newsstories-08062016/ 2016-09-30T16:08:26Z 2016-09-30T00:00:00Z dctp.tv "Sebastian, der Ersehnte", der aus einer grässlichen Niederlage in Marokko nicht zurückkehrt, gehört zu den markanten Zeichen von Portugals tausendjähriger Geschichte ebenso wie das Erdbeben von Lissabon. Lusitanien, die ehemals römische Provinz am Atlantik, kommt schon im Hochmittelalter zu neuer Bedeutung. Wenig später ist das Königshaus über ganz Europa mit den führenden Familien versippt. Dabei bleibt das Gelände, das später Portugal heißen wird (anders als viele andere europäische Länder), ein in sich geschlossenes, mit sich selbst identisches Gebilde. Mit dem Fürsten und Unternehmer Heinrich dem Seefahrer und mit Vasco da Gama beginnt eine Eroberung der Welt zur See. In einem vom Papst garantierten Vertrag wird die damals bekannte Welt in zwei Hälften aufgeteilt: die eine gehört zum spanischen, die andere zum portugiesischen Reich. Die Grenzziehung kann man heute noch in Lateinamerika verfolgen, wenn in Brasilien portugiesisch, in den übrigen Teilen des Kontinents spanisch gesprochen wird. „Sebastian, der Ersehnte“, der aus einer grässlichen Niederlage in Marokko nicht zurückkehrt, gehört zu den markanten Zeichen von Portugals tausendjähriger Geschichte ebenso wie das Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755 und die aufgeklärt-autokratische Herrschaft des Marquis de Pombal, der Exodus des königlichen Hofes, als Napoleons Armeen vor Lissabon stehen, nach Brasilien. Die von England diktierte imperiale Arbeitsteilung lässt Portugal die Industrialisierung versäumen. Für verblüffende und dramatische Wendungen wie die Nelken-Revolution ist Portugal auch in der Moderne immer noch gut. Bewundernswert, wie die Schuldenkrise von diesem Land gemeistert wurde. Prof. Dr. Walther Bernecke, Historiker an der LMU München, berichtet. SPIEGEL TV Magazin vom 25.09.2016 http://www.dctp.tv/filme/spiegel-tv-magazin-vom-25092016/ 2016-09-28T16:00:40Z 2016-09-28T00:00:00Z dctp.tv Themen: Politik am rechten Rand: AfD-Abgeordnete in Berlin; 50 Kilo abgespeckt: Dicker Micha läuft Marathon; Kriegsverbrechen: Angriff auf Hilfskonvoi in Syrien; Schlepperbande: Die Eritrea-Connection. Themen: Politik am rechten Rand: AfD-Abgeordnete in Berlin; 50 Kilo abgespeckt: Dicker Micha läuft Marathon; Kriegsverbrechen: Angriff auf Hilfskonvoi in Syrien; Schlepperbande: Die Eritrea-Connection. Schiffbruch mit Zuschauer http://www.dctp.tv/filme/schiffbruch-mit-zuschauer-10vor11-18072016/ 2016-09-28T10:10:50Z 2016-09-26T00:00:00Z dctp.tv Ursprünglich gelten Kontinente, die von Menschen nicht besiedelt werden – auch deren Klippen, an denen Schiffe scheitern – als Bild der Unsicherheit und als Monster. Ursprünglich gelten Kontinente, die von Menschen nicht besiedelt werden – auch deren Klippen, an denen Schiffe scheitern – als Bild der Unsicherheit und als Monster. In der Moderne dagegen gilt das Meer und damit die Schiffe und der Schiffsbruch als Orte der Gefahr. Der Philosoph Hans Blumenberg gebraucht die Metapher des Schiffsbruchs, um den Weg der Menschheit in die Moderne zu beschreiben: Das Scheitern der Französischen Revolution, das Sich-in-Bewegung-setzen der Moderne und ihre rhythmischen Krisen vergleicht er mit einer Schiffsreise und einem permanenten Schiffsbruch. Wir, die Zuschauer, stehen dabei nicht etwa am Ufer. Wir erleben das Schiff und sein Zerbrechen als Mitfahrende und es kommt darauf an zu lernen, aus den Trümmern gescheiterter Schiffe ein neues Schiff zu bauen. Zumindest ein Floss. In der Kunst ist die Grundmetapher hierfür das „Floss der Medusa“. Nach Napoleons Verbannung fährt ein französisches Kriegsschiff nach Senegal und scheitert durch Unerfahrenheit und Leichtfertigkeit des Kapitäns auf den Riffen vor der Küste. Der Kapitän (ein Royalist und Standesherr) reserviert die wenigen Rettungsboote für sich, seine Offiziere und die Seeleute. Für die mitgeführten Soldaten, die Frauen und Kinder, wird ein Floss gezimmert, das schon bei Betreten unter die Wasseroberfläche gerät. Von 150 Leuten werden, als das Floss endlich Hilfe findet, 15 gerettet. Das Bild von Théodore Géricault ging um die Welt. Das zerfetzte Segel ist noch in Bildern von Delacroix über die zweite Französische Revolution und in Bildern Eisensteins in „Panzerkreuzer Potemkin“ präsent. Der Schiffbruch des Luxusdampfers Costa Concordia vor der Insel Giglio und das groteske Versagen ihres Kapitäns – ein moderner Schiffbruch 100 Jahre nach dem Untergang der Titanic, aber die Rettungsboote funktionieren immer noch nicht – wirft auf die Metapher von Hans Blumenberg ein grelles Licht. Prof. Dr. Ulrike Sprenger, Romanistin an der Universität Konstanz berichtet. Vernunft aus Afrika http://www.dctp.tv/filme/vernunft-aus-afrika/ 2016-09-08T13:58:47Z 2016-09-02T00:00:00Z dctp.tv Ein deutscher Fürst kaufte einen jungen Sklaven, ließ ihn ausbilden und später für das Studium der Philosophie eintragen. Aus diesem Studenten wurde ein bedeutender Philosoph der Aufklärung. Ein deutscher Fürst kaufte von Händlern, die im 18. Jahrhundert den Afrikahandel betrieben, für die Ausstattung seines Hofes einen jungen Sklaven von der afrikanischen Westküste. Er ließ ihn ausbilden und später an der Universität Wittenberg für das Studium der Philosophie als Student eintragen. Aus diesem Studenten afrikanischer Herkunft wurde ein bedeutender Philosoph der Aufklärung, der an der Universität Halle lehrte. Im Alter verließ dieser Anton Wilhelm Amo Deutschland und beendete sein Leben in der Nähe einer europäischen Zitadelle in Westafrika, einem "Heimatland", das diesem authentischen Europäer ganz fremd war. Die rechtliche Gleichheit von Afrikanern und Europäern begründete Prof. Amo übrigens aus dem römischen Recht. Zum römischen Reich hatten große Provinzen Afrikas gehört und so bildet, sagt Amo, die Menschheit um das Mittelmeer herum nach römischem Kaiserrecht und damit nach allgemeinem deutschen Landrecht im 18. Jahrhundert eine EINHEIT VON WELTBÜRGERN. Prof. Dr. Ottmar Ette, Universität Potsdam, hat diesem singulären deutschen Philosophen eine Biographie gewidmet und berichtet. Bachs Sohn: Eine musikalische Rarität von Philipp Emanuel Bach http://www.dctp.tv/filme/bachs-sohn-eine-musikalische-raritat-von-philipp-emanuel-bach-10vor11-11072016/ 2016-08-31T13:39:27Z 2016-08-31T00:00:00Z dctp.tv Bekanntlich zog Bach seinen elegant komponierenden Sohn Friedemann dem trotzigen, ernsten Philipp Emanuel vor.  In Respekt und im Widerstand gegen den Vater schuf Philipp Emanuel Bach ein großes Werk. Bekanntlich zog Bach seinen elegant komponierenden Sohn Friedemann dem trotzigen, ernsten Philipp Emanuel vor.  In Respekt und im Widerstand gegen den Vater schuf Philipp Emanuel Bach ein großes Werk. Zeitweise war er musikalischer Bestimmer am Hofe Friedrich des Großen. Die Nachwelt hat ihn unterschätzt. Engagierten Musikern wie Michael Rische ist es zu verdanken, dass sein verschollenes Werk wiederentdeckt wird. Das von Rische eingespielte Klavierkonzert ist eine kostbare Rarität Millionen purpurner Rosen http://www.dctp.tv/filme/millionen-purpurne-rosen-newsstories10082016/ 2016-08-31T10:18:16Z 2016-08-31T00:00:00Z dctp.tv Der Bühnen- und Kostümbildner Bert Neumann hat an vielen Theatern gearbeitet. Den Stil der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin hat er entscheidend mitgeprägt. Der Bühnen- und Kostümbildner Bert Neumann hat an vielen Theatern gearbeitet. Den Stil der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin hat er entscheidend mitgeprägt. Schauspieler wie Sophie Rois und Regisseure wie Frank Castorf und René Pollesch realisierten ihre Kunst jahrzehntelang in Zusammenarbeit mit Neumann. Er schuf aber auch an der Staatsoper Stuttgart legendäre Bühnenbilder und Kostüme für Verdis RIGOLETTO, Mozarts ZAUBERFLÖTE, Wagners TRISTAN, DIE GÖTTERDÄMMERUNG und (zuletzt) für Beethovens FIDELIO. Nach seinem Tod und aus Anlass seines Geburtstages nahm die Volksbühne Abschied von diesem Künstler, den keiner ersetzen kann. „Millionen purpurner Rosen“ ist ein russisches Lied, das vom Abschied handelt. Lilith Stangenberg singt. Nachleben des Politischen http://www.dctp.tv/filme/nachleben-des-politischen-10vor11-04072016/ 2016-09-08T11:10:23Z 2016-08-29T00:00:00Z dctp.tv Die Philosophie von Georges Didi-Huberman stellt die Ausdrucksweisen der Künste und der Moderne in einen Zusammenhang mit Kants Perspektive der "permanenten Aufklärung".  Immanuel Kant hat den Verlauf der Französischen Revolution mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Ihr Scheitern im Terreur, was die Menschenrechte und den Freiheitsbegriff betrifft, und ihr politisches Ende nach dem Thermidor hat er als extreme kritische Herausforderung verstanden. Zugleich sagt er, dass ein elementarer Aufbruch zur Freiheit hin, auch wenn er zunächst scheitert, in der Geschichte der Menschen ein untrügliches Zeichen setzt. Das Politische hat ein Nachleben. Es wiederholt sich, nicht wie Marx sagt als Groteske, sondern dadurch, dass es beim zweiten oder siebten Mal sich glücklich verwirklicht. Die Philosophie von Georges Didi-Huberman stellt die Ausdrucksweisen der Künste und der Moderne in den Zusammenhang dieser Perspektive der „permanenten Aufklärung“. Vieles in Programmen und Texten der Aufklärung erweist sich unter den bitteren Erfahrungen des 20. Jahrhunderts als Phrase. Georges Didi-Huberman nimmt den Schlusssatz in der ersten Ausgabe der DIALEKTIK DER AUFKLÄRUNG: (fortzusetzen), wörtlich. Sein letztes, in Deutschland noch nicht erschienenes Werk handelt von den Waffen des Geistes und der Waffe der Tränen. Besuch bei Georges Didi-Huberman in Paris. Philosophie des Sports http://www.dctp.tv/filme/philosophie-des-sports/ 2016-08-10T11:21:59Z 2016-08-10T00:00:00Z dctp.tv Ist Sport eine moderne Massenattraktion am Wochenende? Oder hat der Sport seinen Grund in ältesten Zeiten und im Zentrum der Gesamtgesellschaft? Ist Sport eine moderne Massenattraktion am Wochenende? Oder hat der Sport seinen Grund in ältesten Zeiten und im Zentrum der Gesamtgesellschaft? Von Plato bis zu dem französischen Soziologen Pierre Bourdieu haben sich die Geister mit dem Phänomen der körperlichen Spitzenleistung und der Poetik des Wettkampfes beschäftigt. Es ist nicht selbstverständlich, dass Rivalität durch den sportlichen Rahmen, d.h. durch das Setzen eines festen Endes des "wilden Spiels", das den Gewinner feststellt und den weiteren Kampf beendet, in der Kulturgesellschaft überhaupt existiert und offenbar einen starken Attraktor bildet. An ihrem Ursprung waren z.B. die Olympischen Spiele ein Totenkult, der den Weg zu den Göttern ebnete und eine Form der Friedensstiftung mit dem Schicksal symbolisierte. Davon handelt Gunter Gebauers "Poetik des Fussballs" und das von ihm herausgegebene Bucvh "Sport, Eros, Tod". Die tiefe Bewegung, die z.B: der Tod des Nationaltorwarts Enke auslöste, wird deutbar mit einer Philosophie des Sports. Un Ballo In Maschera http://www.dctp.tv/filme/un-ballo-maschera-newsstories-20072016/ 2016-08-11T16:08:14Z 2016-08-10T00:00:00Z dctp.tv Die Handlung: Ein lebensgieriger Herrscher und sein Polizeichef sind enge Freunde. Politisch sind sie aufeinander angewiesen. Der Herrscher jedoch liebt heimlich die Gattin des Polizeichefs... Eigentlich beabsichtigte Giuseppe Verdi eine Oper über Shakespeares „König Lear“ zu komponieren. Sieht und hört man der dramatischen Schlüsselszene auf dem Galgenberg im 2. Akt zu, so sieht man noch die archäologischen Spuren dessen, was Verdi im Kopf hatte: Landschaft und Figuren aus dem Finale von Shakespeares bewegendem Drama. Aus verschiedenen Gründen, auch weil die Rolle der Cordelia (dem Sopran in „King Lear“) nicht zu besetzen war, wählte Verdi dann einen Stoff aus der Welt der Attentate und „Vermischten Nachrichten“: Tagesnachricht mit Musik. Es geht um den Mord an dem schwedischen König Gustav III. Alle Figuren der Oper, der von einem Domino und auf einem Maskenball getötete Herrscher, sein Page, die Wahrsagerin und die Rotte der Verschwörer entsprechen tatsächlichen Geschehnissen. Das brachte den Stoff in Kollision mit der Zensur. Die Originalhandlung wurde (versuchsweise) in den Kaukasus, nach Pommern und schließlich nach Boston in Amerika verlegt. Die Zensurbehörde war nervös, weil kurz zuvor ein Bombenanschlag auf den Herrscher Napoleon III in Paris die Verletzlichkeit der Mächtigen in ein grelles Licht getaucht hatte. Die Handlung: ein lebensgieriger Herrscher und sein Polizeichef sind enge Freunde. Politisch sind sie aufeinander angewiesen. Der Herrscher jedoch liebt heimlich die Gattin des Polizeichefs und diese erwidert seine Liebe. In öder Gegend, unter dem Galgen der Gehängten: die Liebesszene. Beide Liebenden verzichten aufeinander. Gerade im Moment des edlen Entschlusses entlarvt die „aggressive Öffentlichkeit der Attentäter“ die schöne Frau. Jetzt will der beste Freund (und Sicherheitschef) den Herrscher umbringen. Der Dirigent Zubin Mehta bringt Verdis Musik meisterhaft in Schwingung. Inszenierung:  Johannes Erath. In der Rolle der Amelia: Anja Harteros. In der Rolle des Herrschers:  Piotr Beczala. In der Rolle des Polizeichefs, der sich als Ehemann betrogen glaubt: George Petean. Eine besondere Leistung der Bayerischen Staatsoper München unter der Staatsintendanz von Nikolaus Bachler in der Reihe „Vermessen“. Tod der fremden Frau http://www.dctp.tv/filme/tod-der-fremden-frau-10vor11-29092016/ 2016-09-29T11:42:40Z 2016-08-08T00:00:00Z dctp.tv Im Jahre 1865 hatte Wagners TRISTAN UND ISOLDE Uraufführung in München. Im gleichen Jahr hatte Giacomo Meyerbeers Oper L’AFRICAINE in Paris Premiere. Im Jahre 1865 hatte Wagners TRISTAN UND ISOLDE Uraufführung in München. Im gleichen Jahr hatte Giacomo Meyerbeers Oper in Paris Premiere. (Posthum, die Oper war grandioser Publikumserfolg, verschwand im 20. Jahrhundert dann von den Bühnen, heute umbenannt in VASCO DA GAMA.) In beiden Opern geht es um einen Liebestod. Dem Tod der Exotin Isolde, einer Irin, entspricht bei Meyerbeer der fast 20-minütige Schlussgesang der „Afrikanerin“ (sie ist eine Sklavin und erweist sich als Königin der Brahmanen). Von ihrem Geliebten verlassen, der nach Westen segelt, setzt sie sich unter den „Manzanillabaum, dessen Duft sanft tötet“. Meyerbeer ist Erfinder und quasi Ingenieur neuartiger Orchesterwirkungen und Architekt riesiger Bühnenereignisse. Richard Wagner hat aus der Orchesterbehandlung Meyerbeers in starkem Maße „übernommen“. Wagners hämischer, hasserfüllter Artikel „Über das Judentum in der Musik“, der sich gegen Meyerbeer richtet, verdeckt die Tatsache, dass beide Rivalen unterirdisch (und vielleicht ohne es zu wollen) kooperierten. AMOK http://www.dctp.tv/filme/amok/ 2016-07-25T15:30:08Z 2016-07-25T00:00:00Z dctp.tv Die Amokschützen bevorzugen öffentliche Plätze, "befriedetes Gelände" wie Kaufhäuser, Universitätsgelände, Schulen und Kirchen. Wie Tötungsmaschinen töten sie unterschiedslos. Was die Europäer an den asiatischen Amokläufern im 19. Jahrhundert schockierte, sagt Prof. Dr. Joseph Vogl, war der "Terror der Nicht-Unterscheidung".. Aus einem Anlass, der zu einem Gemetzel in keinem Verhältnis stand, also "ohne Grund" und gleicherweise grausam gegen Freund und Feind, rannten Mörder durch die Dörfer und töteten. Sie riefen: "Amok, Amok", was so viel heißt wie: "Vernichtet sie". Inzwischen gehören auch in den westlichen Ländern Amokschützen zu den großen öffentliche Zeichen, die eine Zeitenwende signalisieren. Die Amokschützen bevorzugen öffentliche Plätze, "befriedetes Gelände" wie Kaufhäuser, Universitätsgelände, Schulen und Kirchen. Wie Tötungsmaschinen töten sie unterschiedslos, was sich bewegt. Sie verhalten sich wie "Menschenfeinde", sie bekriegen eine statistisch abgesicherte Welt, sagt Prof. Dr. Vogl, als dasjenige, was aus jeder Versicherungsrechnung herausfällt. Sie signalisieren DAS ENDE DER EINFÜHLUNG. Prof. Dr. Vogl, von der Bauhaus Universität Weimar, berichtet. Mit Beispielen aus Java, Tasmanien, U.S.A., Schottland u.a. Das armenische Volk ist uralt http://www.dctp.tv/filme/das-armenische-volk-ist-uralt-newsstories-13072016/ 2016-07-22T09:59:58Z 2016-07-22T00:00:00Z dctp.tv Über mehrere tausend Jahre kämpft und lebt eine frühe christliche Zivilisation zwischen wechselnden Großmächten im Osten und Westen und verteidigt seine Existenz: Armenien. Über mehrere tausend Jahre kämpft und lebt eine frühe christliche Zivilisation zwischen wechselnden Großmächten im Osten und Westen und verteidigt seine Existenz: Armenien. Das Land, dessen genaue Grenzen wechselten, war bereits der Zankapfel zwischen den Parthern und dem Römischen Reich. Später bedrohen mongolische und islamische Reiche im Osten das Land. Und im 20. Jahrhundert steht die Türkei im Westen des armenischen Kernlandes. Die Massaker der von der damaligen türkischen Führung im Ersten Weltkrieg angestrebten ethnischen Säuberung sind bekannt. Die kulturellen und zivilisatorischen Wurzeln Armeniens liegen lange vor der christlichen Zeitenwende. Wenig bekannt ist, dass zeitgleich mit der Gründung der ersten europäischen Universitäten um 1180 Wissenschaftszentren und Universitäten in Armenien begründet wurden. Mit den Kreuzzügen sind die Armenier eng verknüpft. In Armenien besteht eine autokephale Kirche und ein armenischer Mönch entwickelt ein eigenes Alphabet für das Land. In den Zeiten des osmanischen Siegs über Ost-Rom und verstärkt seit dem 18. Jahrhundert entstand weltweit eine armenische Diaspora. Aus ihrem Geiste wurde 1918 aus dem Nachlass des osmanischen Reiches eine selbständige Republik begründet und diese nach 1991, dem Zeitpunkt der Auflösung der Sowjetunion, erneuert. Armenien ist heute eine der ethnisch konsolidiertesten Republiken der GUS. Es berichtet die Privatdozentin Dr. Jasmine Dum-Tragut, die an den geisteswissenschaftlichen und theologischen Fakultäten der Universitäten Graz, Wien, Salzburg und Innsbruck, an der Staatlichen Universität Jerevan und an der LMU München lehrt. Gericht über Gott http://www.dctp.tv/filme/gericht-ueber-gott-newsstories-15062016/ 2016-08-11T10:41:57Z 2016-07-22T00:00:00Z dctp.tv Die Russische Revolution war nach 1917 mit dem Analphabetismus in Russland konfrontiert. Es wurden Alphabetisierungs-kampagnen begleitet von der Elektrifizierung Sibiriens in Gang gesetzt. Die Russische Revolution war nach 1917 mit dem Analphabetismus in Russland konfrontiert. Es wurden Alphabetisierungskampagnen begleitet von der Elektrifizierung Sibiriens in Gang gesetzt. Die Revolutionsregierung sah aber rasch, dass sie ihre Ansätze nicht in Schriftform und nicht in Form von Paragraphen ins Volk bringen konnte. Die sogenannte „Proletkultbewegung“, die zeitweise mehr Mitglieder aufwies als die Partei, veranstaltete deshalb GERICHTSTHEATER. Auf improvisierten Bühnen wurden die neue Zeit, die neuen Gesetze und Regeln und die zu bekämpfenden Missstände abgehandelt: revolutionäres Gerichtstheater. Eine Vorführung davon im Jahr 1926, „Gericht gegen ein Kurpfuscherin“, beschreibt Walter Benjamin in seinen Moskauer Tagebüchern. Diese Gerichtstheater verbanden Unterhaltung, Volksbelustigung und Erziehung. Es gab „Gericht gegen Lenin“ (das für diesen positiv ausging), „Gericht gegen einen Erntedeserteur“ oder ein „Gericht über Gott“ und Tausender anderer Gerichtsfälle. In der Gerichtsverhandlung diente das Publikum als Richter, ähnlich wie im jüngst aufgeführten Drama „Terror!“ von Ferdinand von Schirach. In dem „Gericht über Gott“ bestand das Volksvergnügen darin, dass offensichtlich keine ladungsfähige Anschrift für den Angeklagten ermittelt werden konnte. Wenn es ihn nicht gibt, kann er auch nicht verurteilt werden. Am Ende werden an seiner Stelle ein Mullah, ein Rabbi und ein orthodoxer Pope angeklagt. In der frühen Phase der Revolution, in der diese Form des Gerichtstheaters üblich war, ist man weit entfernt von den Schrecken der Schauprozesse. In ihnen macht sich die Wirklichkeit zum Theater, anstatt dass das Theater die Wirklichkeit abbildet. Dies in grotesker Umkehrung dessen, was das spielerische Gerichtstheater einst war. Der Prozess des Sokrates http://www.dctp.tv/filme/der-prozess-des-sokrates-newsstories-06072016/ 2016-07-06T15:31:42Z 2016-07-07T00:00:00Z dctp.tv In Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern widmete Ferdinand von Schirach in Berlin dem Tod des griechischen Philosophen Sokrates einen starken musikalisch-poetischen Abend. In Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern widmete Ferdinand von Schirach in Berlin dem Tod des griechischen Philosophen Sokrates einen starken musikalisch-poetischen Abend. Von dem Prozess des Sokrates berichten unabhängig voneinander seine Schüler Platon (in seiner "Apologie") und Xenophon. Auffällig, sagt Ferdinand von Schirach, ist es, wie ungeschickt der Philosoph sich vor dem Gericht verteidigt. Er hätte sich auf eine zwei Jahre zuvor, bei Sturz der Aristokratie und dem Sieg der Demokraten, verkündete Amnestie berufen können oder auf die Meinungsfreiheit.  Dann hätte er freigesprochen werden müssen. Stattdessen provoziert er das Gericht, das aus 500 Richtern besteht, einer Art Volksversammlung. Schon seit dem Theaterstück "Die Wolke" von Aristophanes, in dem er als Spottfigur auftaucht, läuft ein "shitstorm" gegen den Philosophen. Er hatte enge Verbindung zur aristokratischen Partei, die den Demokraten verhasst war. Nach athenischem Recht kann das Gericht entweder dem Antrag der Kläger (Todesstrafe) oder dem Gegenantrag des Angeklagten folgen, ein Drittes gibt es nicht. Sokrates hätte z.B. auf Verbannung plädieren und so die Todesstrafe vermeiden können. Er aber verlangte statt Strafe eine Belohnung. In der Nacht nach dem Todesurteil sitzt der Philosoph im Kreise seiner Getreuen. Er opfert dem Arzt-Gott Asklepios einen Hahn und trinkt den Giftbecher bis zur Neige. Die Kunst hat diesen Augenblick viele Mal festgehalten. Eine stoische Haltung: Lieber stirbt er, als falsch zu leben. Die Haltung ist mit der Grundfrage nach dem Sinn des Lebens verknüpft und eine moderne Basis für den dichterischen Blick. Die sieben Türen und Fenster der Seele http://www.dctp.tv/filme/die-sieben-turen-und-fenster-der-seele-10vor11-20062016/ 2016-07-05T11:06:08Z 2016-07-04T00:00:00Z dctp.tv Die sieben Räume in HERZOG BLAUBARTS BURG charakterisieren die Zonen seiner unzugänglichen Seele. Ein Höhepunkt in der Intendanz von Barrie Kosky. Die sieben Räume in HERZOG BLAUBARTS BURG charakterisieren die Zonen seiner unzugänglichen Seele. Die einzige Oper, die der klassische Musik-Modernist Béla Bartók schrieb, handelt von einer lebensgefährlichen Zweierbeziehung. Der katalanische Regisseur Calixto Bieito hat an der Komischen Oper Berlin diesem Musikdrama eine prägnante Dichte verliehen. Musikalische Leitung:  Henrik Nánási. Ein Höhepunkt in der Intendanz von Barrie Kosky. Der mit den Bildern tanzt http://www.dctp.tv/filme/der-mit-den-bildern-tanzt-newsstories-29062016/ 2016-07-18T15:30:53Z 2016-07-04T00:00:00Z dctp.tv Kiefer nennt diese Ateliers sein „Arsenal“: seine Waffenkammer. Die großen Flächen seiner Bilder empfindet der Künstler als "Bühne". Er malt nicht nur mit dem Kopf und den Augen, sondern mit dem ganzen Körper. Direkt neben einem Flugplatz in einem Vorort von Paris liegen die riesigen Hallen, in denen Anselm Kiefer an seinen Bildwerken arbeitet. Er lebt inmitten seiner Bilder. Neue Werke haben sich im letzten Jahr gehäuft. Kiefer nennt diese Ateliers sein „Arsenal“: seine Waffenkammer. Die großen Flächen seiner Bilder empfindet der Künstler als „Bühne“. Er malt, sagt er, nicht nur mit dem Kopf und den Augen, sondern mit dem ganzen Körper, mit den Muskeln, der Haut und allen Sinnen. Im Grunde „tanze ich meine Bilder“. Wenn er in der Frühe aufsteht, greift er zunächst zu Büchern. An ihnen entzündet sich sein Kopf. Im Atelier stehen z. B. die zahlreichen Bände von Grimms Wörterbuch. Texte, Klänge und Bilder gehören für Kiefer zu einer Einheit. Wie Menschen (und die Kunst, welche die Menschheit seit den Anfängen begleitet) beruht auf einem „Stau an Unwahrscheinlichkeiten“. Im Kosmos müssen drei Sonnen explodieren, damit die Materie entsteht, die wir in unseren Zellen täglich umhertragen. Noch unwahrscheinlicher war es, dass das Leben aus seinen Anfängen, über Katastrophen und Einschläge von Himmelskörpern hinweg, wie durch Nadelöhre den Weg durch die Krisen, die das Leben zeitweise fast ganz auslöschten, bis zu unserer Gegenwart fand. Mit diesen Zuständen und Rätseln der Evolution geht das Werk von Anselm Kiefer um. Als junger Mann war Kiefer als Kellner tätig. Abends verspielte er in der Spielbank, was er verdient hatte. Neben dem Platz, an dem er arbeitet und jetzt berichtet, befindet sich eine Skulptur: Ein Hufeisen unter Glas, befestigt an einem seidenen Faden. Wie malt man, dass sich die Götter der Antike derzeit aus der Ägäis entfernt haben? Wie würde man den Zentauren Chiron darstellen, von dem Hölderlins Gedicht handelt? Könnte man in Analogie zu Leonardo Da Vinci die Anatomie eines Kentauren skizzieren? An der Wand des Ateliers hängt das große Bild eines Gewässers. Auf das Bild ist ein Sperrgitter montiert. In der Mitte des Gitters zeigt sich ein Riss, durch den Riss fährt ein U-Boot. Das Sperrgitter stammt aus einem See bei Berlin und diente als Sperre, die Flüchtlinge aus der DDR am Überschreiten der Unterwassergrenze hindern sollte. Verblüffend ist die Nähe und Identität radikal verschiedener Erfahrungsbereiche in Kiefers Werk. Wissenschaft und Evolution, Geheimlehren (wie die des alchemistischen Dr. Fludd), Gegenwart, Geschichte, nur visuell fassbare Gebilde und literarische Texte, die von Ingeborg Bachmann über Hölderlin bis Heraklit zurück reichen, verbinden sich zu unverwechselbaren Einheiten. „Klugheit ist die Kunst, unter verschiedensten Umständen treu zu sein“. Das ist ein Satz Hölderlins, der sich ebenso auf die Antigone wie auf Sokrates bezieht. Anselm Kiefer prüft, ob man mit einem Bild auf solch einen Satz antworten kann. Besuch bei Anselm Kiefer in Paris. Das Auge des Präsidenten http://www.dctp.tv/filme/das-auge-des-prasidenten-10vor11-13062016/ 2016-07-05T11:05:24Z 2016-07-04T00:00:00Z dctp.tv Im Weißen Haus bildet der Nationale Sicherheitsrat die Agentur, die zwischen dem Willen des Präsidenten und den großen politischen Ressorts der USA vermittelt. Charles A. Kupchan ist dort Europa-Direktor. Im Weißen Haus bildet der Nationale Sicherheitsrat die Agentur, die zwischen dem Willen des Präsidenten und den großen politischen Ressorts der USA vermittelt. Der Sicherheitsrat hat zu tun mit dem Außen- und dem Verteidigungsministerium, dem Kongress und den Realitäten in der Welt draußen. Charles A. Kupchan ist der Europa-Direktor dieser Institution. Er und sein Team sind ein wesentlicher Teil der „Sinnesorgane“, mit denen das Weiße Haus auf die Welt blickt. Wenn am selben Tag eine Krise in Zentralafrika, eine zweite in Bezug auf die Spratley-Inseln im Chinesischen Meer, ein Zwischenfall im Osten der Ukraine und eine Zuspitzung in Syrien aufeinander treffen, sieht man, wie wichtig die Filterung des „absurden Zuviel“ an Informationen für das Entscheidungszentrum der USA ist. Was soll man weglassen? Was muss unbedingt vor die Augen des Präsidenten? In seinem zivilen Beruf, den er ausübte, bevor er unter Clinton und jetzt erneut unter Obama in den Staatsdienst trat, war Prof. Dr. Charles A. Kupchan Universitätslehrer an Georgetown University in Washington. Spezialgebiet: Konflikte und Friedensschlüsse in der europäischen Geschichte seit dem 13. Jahrhundert. Sein bekanntestes Buch heißt: „Wie aus Feinden Freunde wurden“, eine erfahrungsreiche geschichtliche Analyse, die von der legendären Konföderation der 5 Irokesenstämme im mittelalterlichen Amerika bis zum Ursprung der Schweizer Kantone im europäischen Mittelalter reicht. Historische Erfahrung bildet einen guten Spiegel für die aktuell-politische Verantwortung, mit der Charles A. Kupchan täglich konfrontiert wird. Begegnung mit Prof. Dr.  Charles A. Kupchan. "Meine Gefühle, diese Wanderer nachts" http://www.dctp.tv/filme/meine-gefuhle-diese-wanderer-nachts-10vor11-06062016/ 2016-07-05T11:04:26Z 2016-06-28T00:00:00Z dctp.tv Anja Plaschg nennt sich als Musikerin "Soap&Skin". Ihre Songs gehören in Wien und vielen anderen Orten zum Kern der Szene. In dem Film "Die Geträumten" von Ruth Beckermann tritt sie als Sprecherin auf. Anja Plaschg nennt sich als Musikerin "Soap&Skin". Ihre Songs gehören in Wien und vielen anderen Orten zum Kern der Szene. In dem Film "Die Geträumten" von Ruth Beckermann tritt sie als Sprecherin auf. Eindrucksvoll liest sie die Briefe der Lyrikerin Ingeborg Bachmann, die diese mit ihrem lebenslangen Geliebten, dem Lyriker Paul Celan, austauschte: Starke Texte - durch den Sprecher des Paul Celan, einen Schauspieler, und Anja Plaschg, eine Musikerin, mit Leben ausgefüllt. Bei ihrem Auftritt in Berlin kommentiert "Soap&Skin" ihre Rolle als Ingeborg Bachmann und trägt eigene Lieder vor. Der Satz "Meine Gefühle, diese Wanderer nachts"  stammt von Ingeborg Bachmann. Der Satz heißt vollständig: "Dass ich sehen kann, dass ich hören kann, das verdiene ich nicht, aber meine Gefühle, die verdiene ich wahrhaftig. Diese Reiher über weißen Stränden, diese Wanderer nachts … die mein Herz zur Landstraße nehmen." "Lebendige Hölle" http://www.dctp.tv/filme/lebendige-holle-newsstories-25052016/ 2016-07-07T11:20:27Z 2016-06-28T00:00:00Z dctp.tv Jaques Offenbach verstarb plötzlich während der Proben im Oktober 1880 zu seinem wohl komplexesten Werk, der Opéra Comique LES CONTES D’HOFFMANN. Er hinterließ eine Riesenbaustelle: 1.200 Seiten Partitur. Jaques Offenbach verstarb plötzlich während der Proben im Oktober 1880 zu seinem wohl komplexesten Werk, der Opéra Comique LES CONTES D’HOFFMANN. Er hinterließ eine Riesenbaustelle mit Hauptsachen und Fragmenten: 1.200 Seiten Partitur. Daraus entstand eine erstaunliche Zahl von Versionen. Für jede Aufführung und für jedes Regietemperament ein anders Stück! Inzwischen wurde aber eine Fassung entdeckt, die zur Vorlage bei der Zensurbehörde in Paris bestimmt war. Die ursprünglichen Absichten Offenbachs werden so besser erkennbar. Die Originalversion, zu der sich die Komische Oper Berlin entschied, zeigt ein verblüffend neues Bild von hoher Konsistenz. Den Stoff der Oper bilden mehrere Erzählungen des Juristen und Dichters E.T.A. Hoffman, des Idols von Baudelaire, Kafka und der Surrealisten. Den Intendanten der Komischen Oper, Barrie Kosky, der die Inszenierung übernommen hat, reizt vor allem der Surrealismus in Offenbachs Werk, der die Moderne bis hin zu PSYCHO von Hitchcock vorwegnimmt. Es geht um einen Liebesroboter, die Puppe Olympia „mit den Glasaugen“, die Sängerin Antonia, die sterben muss, wenn sie singt: Seltsam für eine Opernrolle. Giulietta wiederum, die Kurtisane aus Venedig, nimmt ihrem Liebhaber Hoffmann das Spiegelbild weg. Es geht um Angst, seine Organe, seine Seele, seine Identität zu verlieren. Die Inszenierung ist voller packender Neuentdeckungen. Die Musik wird in hinreißendem Tempo vom Schweizer Dirigenten Stefan Blunier vorangetrieben. Sekundentod von Riesensternen http://www.dctp.tv/filme/sekundentod-von-riesensternen-newsstories-11052016/ 2016-07-05T11:03:43Z 2016-06-28T00:00:00Z dctp.tv Der Kreislauf und Austausch der Materie im Kosmos findet u.a. durch explodierende Sonnen statt. Der Astrophysiker Janka über den Tod von Sternen und den Zoo explodierender Super-Sonnen. Der Kreislauf und Austausch der Materie im Kosmos findet u.a. durch explodierende Sonnen statt. Für solche Riesenkatastrophen gibt es mehrere, deutlich unterschiedene Gründe: einen Zoo explodierender Super-Sonnen. Sonnen einer bestimmten Übergröße, gemessen an unserer Sonne, verlieren am Ende ihres Lebens ihr gravitatives Gleichgewicht. Die einstürzende Materie führt zur Explosion. Ganz andere Verläufe zeigen umeinander kreisende Neutronensterne, die zuletzt in einen gewaltigen Ausbruch verschmelzen. Kosmische Materie, die zu einem Neutronenstern oder zu einem schwarzen Loch zusammenstürzt, erzeugt staunenswerte und gewaltige Wirkung. Explosionen und Einstürze spielen sich – für unser Vorstellungen nicht fassbar – in Bruchteilen von Sekunden ab. Der Astrophysiker, Dr. Hans-Thomas Janka, Max-Planck-Institut für Astrophysik München Garching, über den Tod von Sternen und den Zoo explodierender Super-Sonnen. Treue in total verwanzter Welt http://www.dctp.tv/filme/treue-total-verwanzter-welt-newsstories-20042016/ 2016-07-05T11:03:31Z 2016-06-28T00:00:00Z dctp.tv Beethovens einzige Oper FIDELIO geht auf eine französische Theatervorlage zurück. In dem Theaterstück geht es um ein Ereignis während der Französischen Revolution. Beethovens einzige Oper FIDELIO geht auf eine französische Theatervorlage zurück. In dem Theaterstück geht es um ein Ereignis während der Französischen Revolution. Der Anführer einer unterlegenen revolutionären Fraktion wird von seinem Rivalen eingekerkert und soll im Gefängnis ermordet werden. Seine Frau, verkleidet als Mann, befreit ihn im letzten Moment aus seiner Lage. Ausgehend von der letzten Fassung Beethovens von 1814 hat die Staatsoper Stuttgart Beethovens Originalwerk so stark wie möglich wiederherzustellen versucht. Es kommt dabei zum Vorschein, wie theatergeeignet diese Oper ist. Konsequent werden in Stuttgart die gesprochenen Dialoge ohne unnötige Kürzung mit den Musikszenen integriert. Das ist ein Stilelement der damaligen französischen Oper und man merkt in der Stuttgarter Aufführung, wie wesentlich für Beethoven diese Herkunft ist. Es geht nicht nur dem Inhalt nach, sondern auch in der Form, um eine revolutionäre Befreiungsoper. Das Drama in Stuttgart spielt sich ab in dem letzten großen Bühnenbild des 2015 verstorbenen Bühnen- und Kostümbildners Bert Neumann. So pur und gleichzeitig substanzstark war diese Oper Beethovens selten zu sehen. Inszenierung Jossi Wieler und Sergio Morabito. Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling. Die Grauwerte des 21. Jahrhunderts http://www.dctp.tv/filme/grauwerte-des-21-jahrhunderts-newsstories-04052016/ 2016-07-05T11:03:14Z 2016-06-27T00:00:00Z dctp.tv Das 21. Jahrhundert erweist sich als Zeit der Unübersichtlichkeit. Auf diesem Hintergrund sind investigative Recherchen, die z.B. die groteske Struktur des Islamischen Staates aufdecken, von großer Bedeutung. Georg Mascolo, früher Chefredakteur des SPIEGEL, leitet inzwischen den Recherche-Verbund NDR, WDR und SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, dem die Öffentlichkeit einen positiven Schub an investigativem Journalismus verdankt. Wie arbeitet dieser Verbund? Wie lässt sich aktiver Journalismus in der unübersichtlichen Krisenwelt des 21. Jahrhunderts intensivieren? Dass es Terror und Selbstmordattentäter gibt ist, seit den Anfängen in Ceylon in den 80er Jahren bei den Tamil Tigers, ja seit der Zeit der Kreuzzüge, in denen die Assassinen als Mörder auftraten, nicht neu. Dass selbstmörderischer Terror dieser Art aber als Massenphänomen und unter Beteiligung junger Europäer stattfindet, und Ziele wie in Paris am 13. November 2015 und in Brüssel im März sucht, ist dagegen eine bestürzende neue Erfahrung. Ähnliches gilt für Konfliktherde wie in Zentralafrika, der Ost-Ukraine und im Nahen Osten und für die Fluchtbewegungen nicht nur in Europa, sondern fast überall in der Welt. Das 21. Jahrhundert erweist sich als eine Zeit der Unübersichtlichkeit. Auf diesem Hintergrund sind investigative Recherchen, die z.B. die groteske bürokratische Struktur des Islamischen Staates aufdeckten, von größter Bedeutung. Ebenso wie Untersuchungen zu einem No-Spy-Abkommen  zwischen den U.S.A. und der Bundesrepublik. Andere Nachrichten handeln davon, dass deutsche Waffen in Kurdistan auf dem freien Markt auftauchen. Zu den gefährlichsten Krisen gehören die Konfliktfelder auf der Welt, an denen unmittelbare Kriegsgefahr besteht, falls eine der Parteien ausrastet. Als erfahrener Journalist betont Georg Mascolo wie schwer es ist, Voraussagen zu machen. Die Realitäten in unserer Welt sind stets für Überraschungen gut. Umso gründlicher muss recherchiert werden. Ein Haupteindruck unserer Welt geht von deren Beschleunigung aus. Georg Mascolo rät, diese Beschleunigung zumindest bei der Publikation von Urteilen nicht zusätzlich anzutreiben, sondern sich gerade hier auf der Ebene der Einordnung und der Meinung zurückzuhalten. „Facts should sit again in the driver’s seat.“ Wir treffen Georg Mascolo auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2016. Die Epoche der Völkerwanderung http://www.dctp.tv/filme/die-epoche-der-volkerwanderung-newsstories-27042016/ 2016-07-05T11:02:59Z 2016-06-22T00:00:00Z dctp.tv Der Archäologe Dr. Philipp von Rummel, Generalsekretär des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin, ist Experte für die kriegerische Migration in der Spätantike. Nachdem die Goten im Jahr 378 n.Chr. den römischen Kaiser Valens bei Adrianopel besiegten und töteten, zogen in einer Epoche, an die sich das Frühmittelalter und das Reich der Franken anschließen, kriegerische Verbände vor allem durch den Westen des Römischen Reiches. Bekannt sind die Züge der Vandalen, die Migrationen Alarichs (der Rom eroberte und verbrannte) und die Züge der sogenannten Westgoten (eigentlich Visigoten). Erscheinungen wie der Heermeister Odoaker, wie der König Theoderich der Große und wie der Hunnenkönig Attila kommen ins Bild. Einen Höhepunkt bildet die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern, die das weitere Vordringen der Allianz des Hunnenkönigs und der ihn begleitenden Völker nach Westen stoppte. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Völkerwanderung im Sinne der Nationalstaaten gedeutet. Die deutsche Tradition feierte den „Völkerfrühling“. In romanischen Ländern dagegen wird gesprochen von der „invasion des barbares“. Die moderne Forschung bezweifelt, dass es sich um die Migration geschlossener Völker gehandelt haben kann. Es sind Stämme und kriegerische Bünde, stark besetzt mit jungen Männern, die in das durch Fraktionskämpfe zerrüttete Imperium Romanum einsickern, dort eigentlich feste besoldete Aufträge und Integration anstreben – und, weil diese verweigert wird, Raubzüge und Okkupationen veranstalten. Es ergibt sich ein hochdifferenziertes Bild. Die starke Anpassung der Migranten an die römische Zivilisation tritt vor Augen. Die sogenannte Völkerwanderung muss neu beschrieben werden. Der Archäologe Dr. Philipp von Rummel, Generalsekretär des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin, ist Experte für die kriegerische Migration in der Spätantike. Homo migrans http://www.dctp.tv/filme/homo-migrans-newsstories-13042016/ 2016-07-05T11:02:19Z 2016-06-22T00:00:00Z dctp.tv Flucht und Migration von Menschen, wie wir sie heute erleben, ist keine Ausnahme, sondern eine Dauererscheinung der Geschichte. Prof. em. Dr.  Klaus J.  Bade berichtet. Flucht und Migration von Menschen, wie wir sie heute erleben, ist keine Ausnahme, sondern eine Dauererscheinung der Geschichte. Es sind oft die gleichen Grenzübergänge. Aus Ungarn z.B. fliehen über die gleichen Stationen 1956, nach Niederschlagung des ungarischen Aufstands gegen die Russen, die Ungarn selbst in den West. 1989 kamen über die gleiche Grenze die DDR-Flüchtlinge. Und heute ist es der Flüchtlingsstrom aus Syrien. Ganz andere Flüchtlingskolonnen bilden vor 300 Jahren die von der Gegenreformation verfolgten Salzburger Protestanten. Ein weiteres Beispiel sind die Hugenotten aus Frankreich, die nach den Massakern der Bartholomäus-Nacht von dort nach Deutschland emigrieren. Die Hugenotten bringen für Preußen einen Innovationsschub um mehr als 50 Jahre. Migration existiert seit unsere Vorfahren aus Afrika, vor etwa 120.000 Jahren, auswanderten und die Welt eroberten. Große Migrationsschübe im 19. Jahrhundert aus Hunger und aus politischen Gründen sollten wir auf dem Hintergrund der Gegenwart neu in Erinnerung bringen. Deutsche Auswanderer waren für die Besiedelung der U.S.A. entscheidend. Migration ist ein weitgehend noch unerforschtes Gebiet. Der Migrationsforscher und Regierungsberater Prof. em. Dr.  Klaus J.  Bade, Vorsitzender des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR), berichtet. Felseninsel Lampedusa http://www.dctp.tv/filme/felseninsel-lampedusa-newsstories-06042016/ 2016-07-05T11:02:04Z 2016-06-22T00:00:00Z dctp.tv Näher an der Küste Nordafrikas als an Siziliens Spitze liegt die Insel Lampedusa. Die Ufer sind steil und die primitiven Boote, gefüllt mit Flüchtlingen, können nur an wenigen Stränden landen. Näher an der Küste Nordafrikas als an Siziliens Spitze liegt die Insel Lampedusa. Die Ufer sind steil und die primitiven Boote, gefüllt mit Flüchtlingen, können nur an wenigen Stränden landen. Das Wetter im Mittelmeer ist ungleichmäßig, oft tückisch. Die Bilder der Ertrunkenen haben sich im öffentlichen Bewusstsein eingeprägt. Was ist das für eine Insel? Im 18. Jahrhundert wollen Fürst Potemkin und Katharina II diese Insel als ein zweites Malta zum Stützpunkt für die russische Flotte machen. Im 19. Jahrhundert kurbelt der König von Neapel eine Besiedlung der Insel an.  Heute gilt sie als südlicher Vorposten Europas im Krisenbereich anlandender Immigranten. Eine Abgeordnete der Insel im italienischen Parlament ist Politikerin der Lega Nord. Ulrich Ladurner, Autor der ZEIT, hat an Ort und Stelle die Felseninsel erforscht. Er berichtet über die Realitäten und Hintergründe der Migration aus Afrika nach Europa, die sich vor und auf dieser Insel mit oft tödlichem Ausgang konzentriert. Ein wichtiger und verblüffend interessanter Fleck im Mittelmeer.