Napoleons Josephs-Komplex

Die Romanistin Ulrike Sprenger berichtet nach der Quellenlage. Es geht um 1798/99, eine merkwürdige Jahrhundertwende: "In drei Jahren geschieht mehr, als in einem ganzen Jahrhundert...".


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Eine Truppe jugendlicher Soldaten und Wissenschaftler, hochbegrabt und hochhysterisch, zieht 1798 aus, die Welt zu erobern. Zunächst wird Ägypten besetzt. Ein weiterer Marsch nach Konstantinopel oder Indien ist geplant. Anführer dieser militärischwissenschaftlichen Truppe ist der junge General Bonaparte, genannt "Weltgeist zu Pferd". Er gilt als Kampfmaschine der bürgerlichen Intelligenz und des Glaubens an die Machbarkeit. S. Freud hat am Beispiel des Ägyptenfeldzugs diesen Charaktertyp analysiert. Er sagt: Napoleon hat keinen Ödipus-Komplex, sondern einen Josephs-Komplex: Er steht im Wettbewerb mit seinen Brüdern so, wie es der biblische Josephs in Ägypten in der Josephs-Legende erlebt hat. Die Romanistin Ulrike Sprenger berichtet nach der Quellenlage. Es geht um 1798/99, eine merkwürdige Jahrhundertwende: "In drei Jahren geschieht mehr, als in einem ganzen Jahrhundert...".

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