Die einzige Oper der Welt, die in der Industrie handelt

MASCHINIST HOPKINS

Am 29.4.1929 wurde in Duisburg die einzige Oper aufgeführt, deren Handlung in der industriellen Arbeitswelt spielt: MASCHINIST HOPKINS, Oper in 12 Bildern von Max Brand.


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Am 29.4.1929 wurde in Duisburg die einzige Oper aufgeführt, deren Handlung in der industriellen Arbeitswelt spielt: MASCHINIST HOPKINS, Oper in 12 Bildern von Max Brand. Dieser Komponist, in Lemberg geboren, emigrierte 1933 in die USA. Er schrieb nur diese eine Oper. Er überholte damit die Pläne von Brecht und Hanns Eisler Industrie-Opern zu schreiben und DAS KAPITAL von Karl Marx als Opernwerk zu komponieren. Das Stück handelt von dem Werkmeister Jim und dessen Frau Nell. Der Maschinist Bill bringt Jim um, entwendet ihm den Hauptschlüssel der Fabrik, mit dem man die Maschinerien beherrscht, eignet sich Nell an und wird zum Chef. Jahre später soll die Fabrik verkauft werden. Der Maschinist Hopkins stürzt und bestraft Bill, zwingt Nell in die Prostitution und rettet die Fabrik samt ihrer Belegschaft. Nachts singen die Maschinen. Die Mechanisierung und der Rhythmus der Produkte beherrscht die Seelen und Begierden der Menschen, die Maschinen zeigen menschliche Gefühle. Die eindrucksvolle Musik umfasst Tango, Jazz und alle Formen der Moderne, wie man sie von Hanns Eisler und Kurt Weill kennt. Die Pianistinnen Astrid und Silvia Ackermann haben das Werk rekonstruiert. Der Marx-Forscher Oskar Negt kommentiert.

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