Kindermord bei heiligen Affen

Eine für das Gefühl des Biologen entsetzliche Beobachtung ist es, dass Affenmännchen, die die Frauen eines Rivalen übernehmen, deren Kinder töten, um sich der Gefügigkeit der Äffinnen zu versichern.


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Eine für das Gefühl des Biologen entsetzliche Beobachtung ist es, dass Affenmännchen, die die Frauen eines Rivalen übernehmen, deren Kinder töten, um sich der Gefügigkeit der Äffinnen zu versichern. Dr. Volker Sommer von der Universität London, Department of Anthropology, hat indische Tempelaffen, die als heilig gelten, beobachtet. Er beantwortet die Frage des Verhaltensforschers Konrad Lorenz: "Wozu ist das Böse gut?" im Sinne Darwins: Die männlichen Affenherrscher haben eine durchschnittliche Regierungszeit von nur 2 1/2 Jahren. Sie müssen ihre Gene in dieser Kürze weitergeben. Dazu bringt der Kindermord einen Vorteil, weil er die Äffinnen frühzeitig zur Kopulation bereit macht. In der Evolution der Tempelaffen sind deshalb die Mörder übriggeblieben, die Nicht-Mörder starben aus.

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