"Ein Aufstand der Seelen, der Europa erschreckte"

Im Reich des Mahdi

Vieles, was wir an dem IS in Syrien und im Irak nicht verstehen, hat einen Vorläufer im sogenannten Mahdi-Aufstand von 1881-1899. Die Rebellion im Namen Allahs gegen den Westen erfasste den gesamten Sudan.


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Vieles, was wir an dem IS in Syrien und im Irak nicht verstehen, hat einen Vorläufer im sogenannten Mahdi-Aufstand von 1881-1899. Die Rebellion im Namen Allahs gegen den Westen erfasste den gesamten Sudan. Das Britische Imperium samt Verbündeten braucht fast zwei Jahrzehnte, um diesen islamischen Aufstand wirksam zu unterdrücken. Der britische Generalgouverneur Gordon wurde in Khartum von den Glaubenskriegern belagert und am Ende massakriert. Der charismatische Führer des Aufstandes nannte sich Mahdi (das ist ein „Bote Allahs“, ein Verkünder). Nach seinem Tod begründete der Nachfolger ein Kalifat. An Grausamkeit fehlte es weder den europäischen Maschinengewehren, noch den Säbeln der rabiaten Islamisten. Karl May schrieb den Roman „Im Reich des Mahdi“, weil alle Welt sich mit diesem Aufstand befasste. An der Schlacht von Omdurman, welche die Rebellion beendete, nahm Winston Churchill als junger Leutnant teil. Zwischen diesem Mahdi-Aufstand und dem Krieg der IS findet sich eine ununterbrochene Kette muslimischer Rebellionen gegen den Westen (in Europa meist unbekannt). Prof. Dr. Erhard Oeser, Universität Wien, berichtet.

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