Begegnung mit dem Dichter Reinhard Jirgl

Im Mantel der Nacht

Ein Werkstattgespräch zwischen Alexander Kluge und Reinhard Jirgl. Wie schreibt man in unserer Zeit Texte, die die so verschiedene Idole wie Heiner Müller, Arno Schmidt, Gottfried Benn, Ernst Jünger fortsetzen?


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Reinhard Jirgl, Jahrgang 1953, ist Träger der bedeutendsten deutschen Literaturauszeichnung, des Georg-Büchner-Preises. Seine Romane sind für die Dichte ihrer Sprache und ihren reichen Erfahrungsgehalt bekannt. Was bedeutet für diesen Dichter die Abenddämmerung und die Nacht? Wie würde er eine Morgenröte bedichten? Was fesselt ihn an Hölderlin oder Edgar Allan Poe? Was löst der Sternenhimmel bei ihm an Phantasien aus? Ein Werkstattgespräch zwischen Alexander Kluge und Reinhard Jirgl. Zwei Autoren. Wie schreibt man in unserer Zeit Texte, die die so verschiedene Idole wie Heiner Müller, Arno Schmidt, Gottfried Benn, Ernst Jünger fortsetzen? Was sind vorrangige Themen im 21. Jahrhundert? Einer von Reinhard Jirgls Romanen, „Nichts von euch auf Erden“, wurde kürzlich zu einem Drama umgearbeitet und mit Erfolg auf der Bühne aufgeführt. Es geht darum, dass Menschen mit Gewalt den Mars für eine menschliche Besiedlung herzurichten suchen. Die aggressive Aktion wirft, statt den Mars bewohnbar zu machen, den Marsmond Phobos aus seiner Bahn. Der Mond stürzt auf unsere Erde und vernichtet sie. Wie vor 4 Milliarden Jahren muss das Leben auf unserem Planeten vom Einzeller aufwärts neu anfangen.

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