Wolf Wondratschek über Poetik des Boxkampfes

Im Dickicht der Fäuste

Was ist an der Arbeit von Mike Tyson Kunst? Was ist Tragik? Max Schmeling und Bert Brecht. Die Pionierzeit der USA und der Kampf im Ring.


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Wolf Wondratschek gilt in der modernen Lyrik als Klassiker. Er hat auch Reportagen geschrieben mit dem Sammeltitel: MENSCHEN, ORTE, FÄUSTE. In diesen Reportagen geht es um die Hintergründe des Boxkampfes. Wondratschek charakterisiert dabei die Intelligenz, die Technik und die Schlagkraft der besten Faustkämpfer mit den Kategorien, die für poetische Werke gelten. In der Schwergewichtsklasse des Boxens, sagt Wondratschek, sind seit 1906 (dem ersten Auftritt des legendären Jack Johnson) die Weißen dritte Welt. Aus den Vorstädten und dem Proletariat kommen die schwarzen Protagonisten, die die Weltmeisterschaften erringen. Eine der eigenartigsten Erscheinungen, Mohammed Ali, nennt Norman Mailer "die schnellfüßige Verkörperung menschlicher Intelligenz". Mohammed Ali hat auch Gedichte geschrieben. Für Wondratschek aber geht es nicht darum, sondern um die Poetik der Geschwindigkeit, der Nerven und des Körpers.

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