Eine Liebesgeschichte im Geiste des Kolonialismus

Fürst Pückler und sein Sklavenmädchen

Auf dem Sklavenmarkt in Sudan kaufte Fürst Pückler ein Sklavenmädchen, nackt und minderjährig. Sie nannte sich Maehbuba.


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Fürst Pückler ist bekannt für ­das "Fürst Pückler Eis" und die von ihm angelegten Parks in Schloss Pückler-Muskau an der Oder, in Branitz, Babelsberg und am Ettersberg bei Weimar. Es hat in Deutschland nie wieder so großzügige Parkanlagen gegeben. Fürst Pückler besuchte auch fremde Länder und Kontinente. Auf dem Sklavenmarkt in Sudan kaufte er ein Sklavenmädchen, nackt und minderjährig. Sie nannte sich Maehbuba. Ein Zertifikat bestätigte, dass sie Nachkomme der äthiopischen Prinzessin Aida sei. Von Stund an begleitete das Mädchen den Fürsten. Sie verlebten schöne Tage auf dem Schloss des Fürsten und in der Hauptstadt Preußens, Berlin. Das Sklavenmädchen war die Sensation der Ballsaison 1840/41. Der Dauerregen im kalten Deutschland führte nach kurzer Zeit zu einer Grippe Machbubas. Sie starb an einer Lungenentzündung. Der untröstliche Fürst machte sich erneut auf Reisen. Eine Liebesgeschichte im Geiste des Kolonialismus. Digne M. Markovicz mit ihrem Team Annalisa Maggiani und Mario Morleo.

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