Begegnung mit Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl

Es geht nichts über Reparaturerfahrung

Für die Märkte und auch für erfindungsreiche Ingenieure ist die Neuerung, die Neuanschaffung, das Wegwerfen des Alten ein Ideal. In Notzeiten weiß man, das Gegenteil zu schätzen: die Reparaturerfahrung.


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Für die Märkte und auch für erfindungsreiche Ingenieure ist die Neuerung, die Neuanschaffung, das Wegwerfen des Alten ein Ideal. In Notzeiten (nach Ende des 2. Weltkriegs bei uns im Jahre 1945 zum Beispiel) weiß man das Gegenteil zu schätzen: die Reparaturerfahrung. Sie ist heute der einzige Weg, sagt Prof. Dr. Heckl, der das größte Technikmuseum Europas leitet, aber persönlich auch eine Reparaturwerkstatt besitzt, das in ein technisches Gerät eingebaute Wissen selber zu erfahren. Produkte, in denen der Zugang zur Reparatur (wie heute üblich) künstlich versperrt wird, damit man sie bei Versagen wegwirft und neue erwirbt, verdummen den Nutzer. Das PRINZIP REPARATUR liegt der gesamten Evolution zugrunde. Prof. Dr. Heckl ist Nano-Physiker. In der Physik der Elementarteilchen und in dem sich darauf aufbauenden Leben sind intelligente Reparaturmechanismen versteckt ohne die nichts Lebendiges entstünde und nichts Biologisches sich erhalten könnte. Es gibt deshalb eine „Philosophie des Reparierens“, die bis zum Charakter vordringt und mit bloßem Konservativismus nicht verwechselt werden soll. Begegnung mit Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Direktor des Deutschen Museums München.

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