Die Könige des Nordpols sind 600.000 Jahre alt

Das Eisbär-Genom

Früher hielt man die Eisbären für eine Abzweigung der Braunbären. Jetzt wurde durch Untersuchung des vollständigen Genoms der Eisbären festgestellt, dass beide Arten sich parallel spezialisiert haben.


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Früher hielt man die Eisbären für eine Abzweigung der Braunbären, die vor 150 000 Jahren stattgefunden haben sollte. Jetzt wurde durch Untersuchung des vollständigen Genoms der Eisbären festgestellt, dass beide Arten sich parallel, gleichzeitig, und zwar seit 600 000 Jahren spezialisiert haben. Die Könige des Nordpols tragen also nicht nur gewaltige Fettmassen an ihrem Körper, sondern besitzen auch eine gewaltige Erfahrungsmasse in ihren Genen, die am Überlebenskampf im Eis so geschult ist. Haben sie deshalb eine Chance, heute als Gattung die Klimaveränderungen und die zerstörerische Begegnung mit dem Menschen zu überleben? Wie weit reichen die Auswege? Wie lebt dieses "größte Landraubtier der Erde" in seiner täglichen Praxis? Prof. Dr. Axel Janke, Evolutionsgenetiker an der Universität Frankfurt/Main, ist Experte für das Eisbärengenom. Die Einbrüche in das Habitat der Bären erfolgen derzeit zu plötzlich. Es ist deshalb nicht sicher, dass der Erfahrungsschatz der vergangenen 600 000 Jahre ausreicht, um der Gefahr des 21. Jahrhunderts die Stirn zu bieten. Spannend und informativ.

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